Heute war Herbst krank.

Auf seinem Schreibtisch fand ich eine bunte Karte mit den Worten:

„Nach Diktat erkrankt.“

Ich wundere mich was er hat. Wahrscheinlich Margen/Darm. Außerdem wunderten mich seine gestelzte Worte. Wer schreibt denn heute noch „Nach Diktat…“?

Eigentlich sollt mich das nicht überraschen. Schließlich kenne ich Herbst ja schon fast mein ganzes Leben. Er gehört definitiv zu den konservativen Leuten. Daran muss ja nichts schlimmes sein.

Der Mensch hat Angst vor dem Unbekannten. Nach einem Tipp von heute morgen, kann man einen Leser bestens mit der Ungewissheit und dem Fremden verschrecken. Anscheinend liegt es in unserer menschlichen Natur.

Warum Herbst allerdings diesen Grundwert so überhört und fast zur Phobie stilisiert hat, kann ich mir nicht erklären. Er wird schon leicht panisch, sobald etwas nicht in die Richtung geht, in die es das letzte Jahr gegangen ist. Dabei sagt schon der Volksmund, dass nichts so beständig ist, wie der Wandel.

Herbst ist halt konservativ und damit kann man rechnen. Er spielt den Leuten nicht vor, jemand anderes zu sein. Vielleicht sollte man auch mal mit solchen schlichten Charakterzügen zufrieden sein. Selbst wenn sie befremdlich wirken.

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