Herbst sagte: “Entweder seid ihr faul oder unglücklich. Eure ständige Jagd nach dem Glück geht mir auf den Hut.”
Ich sagte: “Lieber Dein Hut, als meine Eier. Wenn man es genau betrachtet, können wir für das eine nichts und das letzte ist unsere größte Tugend.”
Herbst sagte: “Wie meinst Du das jetzt?”
Ich sagte: “Ganz einfach. Dass wir faul sind, ist ein physikalisches Gesetz. Das hat etwas mit der Trägheit zu tun. Jedes System bleibt am liebst da wo es ist und wartet ab. Es aus der Ruhe zu bringen, kostet Kraft. Das ist in der Natur so und auch beim Menschen.
Wir machen einfach mit, wenn uns die Regeln der Physik etwas diktieren. Dass wir uns überhaupt bewegen ist schon bemerkenswert. Eigentlich müssten wir nur faul rumgammeln.”
Herbst sagte: “Klar und im Winter kahl werden. Aber erkläre mir das noch mit der größten Tugend.”
Ich sagte: “Das ist kein Problem. Wäre jeder Mensch glücklich, hätte er keinen Grund irgend etwas zu ändern. Ohne dass er diesen Wunsch hätte, hätte er nichts erfunden, was sein Leben verbessert.
Wir würden wahrscheinlich noch im Meer rumhängen und uns fragen, ob es da Draußen vielleicht besser gewesen wäre – hätte keine Auswirkungen – wir wären ja glücklich.
Nur durch die Suche nach Glück, haben wir es geschafft Autos und Computer zu erschaffen, die uns Arbeit abnehmen sollen und uns im Endeffekt noch unglücklicher werden ließen.”
Herbst nickte und sagte: “Tja, ich glaub ich werde mal dem Naturgesetz der Faulheit frönen.”
Ich meinte “Hoffe Du wirst dadurch tierisch unglücklich.”

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