In warmer Stube

Hinter der Pforte stand niemand. Winte durchquerte den Innenhof und öffnete eine Tür, hinter der ich ein Feuer brennen sah.
Meine Neugierde zwang mich dazu, nach dem Eintritt in den Innenhof stehen zu bleiben, um mich nach dem Mechanismus, der die Tore geöffnet hatte, umzudrehen. Erwartet hatte ich schwere Ketten oder andere Mechanik. Zu erkennen war, im Schein der einsamen Fackel, hingegen nichts. Zumindest auf den ersten Blick konnte ich nichts erkennen.
Die Tür durch die Winter gerade gegangen war, fiel mit einem Knall ins Schloss.
Meine Hände wanderten über die Wand hinter den Toren. Es war alles glatt. Wie konnten diese Tore von allein aufgehen?
Irgendwie erinnerte mich das Geschehen an den Roman »Dracula«. Misstrauisch erwartete ich, dass eine zwielichtige Gestalt aus den Schatten treten würde. Wo hatte mich Winter hineingezogen? War Winter hierher gekommen um mir das Blut auszusaugen?

Die Tür öffnete sich erneut und Winter sagte: „Kommst Du jetzt? Ich hab schon Schnecken gesehen, die schneller waren als Du. Vielleicht lag das daran, dass ich sie über Nacht an einen Sportwagen festgefroren hatte, aber das spielt hier keine Rolle. Komm endlich.“

Als ich in den Raum trat, stand sie am Feuer und blickte in die Flammen.
Ich sagte: »Was passiert jetzt?«
Sie sagte: »Wir warten noch ein paar Minuten auf das Empfangskomitee.«
Ich sagte: »Irgendwie gefällt es mir hier nicht. Sie scheinen hier nicht wirklich auf Gäste vorbereitet zu sein.«
Winter lachte. Es klang in dieser Stube nicht wirklich freundlich. Mein Magen drehte sich. Eigentlich wäre ich lieber zu Hause geblieben.

Advertisements

2 Kommentare zu „In warmer Stube

  1. Liebender Sebastian

    ..da bist Du ja nah dran
    Nein mitten drin
    In der Klimaerwärmung die doch nur eine weitere Eiszeit
    gefühlskalter Technokraten tarnt hinter verschlossenen
    Toren geheimer Kommitees werden die Szenarien
    geplant die anzudeuten jedem lichtvollem Geist das
    Brandeisen „Verschwörungstheoretiker“ aufdrückt.
    Gruselig wahr ist Dichtung dichter denn „Die alte Schulweisheit“
    die von den Pulten der Bestallten immer noch ernst lächelnd
    den Gläubigen verkündet wird
    „Winter ade scheiden tut weh…“
    Ein Kinderlied
    …“Frühling Frühling kommt übers Land“
    ein weiteres

    danke
    Dir Joachim von Herzen

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s