Von Schweinen und Adlern

Es dauerte eine Weile, bis Winter die Augen wieder öffnete. Ich nutzte die Gelegenheit und sagte: »Was ist denn jetzt? Hast Du aufgegeben oder suchen wir weiter?«
Winter sagte: »Weißt Du mein Junge, ich kann jetzt nicht aufgeben. Vater hat uns doch gesagt, wo wir Mutter finden können. Wir müssen dort auf jeden Fall nachsehen.«
Ich sagte: »Eigentlich hätte ich nicht gedacht, dass Du jemals Deine Meinung wechselst. So wie Ich Dich kenne, ist es ein Wunder, dass Du dem untreu wirst, was Du vorher beschlossen hattest.«
Sie sagte: »Willst du mir jetzt plötzlich ausreden, was Du mir vorher einreden wolltest?«
Ich sagte: »Es war nur ein Versuch.«
Sie sagte: »Viele Leute haben es schon mit umgedrehter oder verdrehter Psychologie versucht. Bisher hatte noch keiner Glück.«
Ich sagte: »Ich bin da ähnlich. Wenn ich mich erst einmal zu etwas entschieden habe, dann gibt es niemand, der mich stoppen kann.«
Winter sagte: »Willst Du jetzt sagen, dass wir etwas gemeinsam haben?«
Bei der Frage wanderten Wellen, wie Dünen, über ihre Stirn und die Augen verengten sich. Anscheinend hätte ich das nicht erwähnen sollen.
Schnell sagte ich: »Es würde mir nie im Traum einfallen, Dich mit mir zu vergleichen.«
Sie sagte: »Das wäre so, als würden sich die Adler mit den Schweinen vergleichen.«
Ich sagte: »Ist schon gut. Ich halt lieber den Mund und fliege weiter.«

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4 Kommentare zu „Von Schweinen und Adlern

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