Rückblenden

Frühling sagte: »Nerven Dich Rückblenden in Romanen eigentlich auch so?«
Ich sagte: »War das jetzt eine versteckte Kritik?«
Frühling sagte: »Dieses ganze Gelaber über einen Fall, welcher immer weiter zurück liegt, macht mich ganz irre. Warum kannst Du nichts ermitteln, was noch passieren wird oder gerade passiert?«
Ich sagte: »In den Schreibratgebern steht, dass man Rückblenden vermeiden sollte, wenn man es nicht kann. Aus eigener Erfahrung muss ich sagen, dass mich Rückblenden in Geschichten eigentlich eher stören.«
Frühling sagte: »Und warum machst Du sie dann? Hier wird ja nur darüber geredet, was vor Jahrzehnten passiert ist.«
Ich sagte: »Lässt sich in dem Fall kaum vermeiden. Außerdem hätten wir es ändern können, wenn uns Morpheus öfter in die Träume der Beteiligten lassen würde. Der ziert sich allerdings wie eine kleine Diva.«
Frühling sagte: »Die Kinder wollten damals nie mit ihm spielen. Auf dem Schulhof war er immer alleine.«
Ich sagte: »Das hätte ich jetzt nicht gedacht.«
Frühling sagte: »Du glaubst auch Alles. Als wir jung waren, gab es weder andere Kinder noch Schulhöfe.«
Ich sagte: »Aber ihr habt ihn bestimmt trotzdem gemobbt.«
Frühling sagte: »Thematisch waren wir bei den Rückblenden.«
Ich sagte: »Wenn ich jetzt einfach versuche, sie für den Rest der Geschichte zu vermeiden, würde Dir das gefallen?«
Frühling sagte: »Von mir aus. Aber gibt Dir Mühe.«

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