Die Fassung

Frühling sagte: »Ist es nicht leichtsinnig, uns mit dem gesamten Schmuck alleine zu lassen?«
Eine Stimme erklang gleich hinter der Tür zum Hinterzimmer, die sagte: »Hier ist alles Video-Überwacht. Selbst wenn sie sich bedienen würden, wir hätten sie dabei auf Film.«
Frühling sagte: »Toll ich wollte immer mal ins Kino.«
Die Dame im Hinterzimmer sagte: »Ich hab es gefunden.«
Dann kam sie siegessicher durch die Tür und hielt an einer Kette einen Anhänger in die Luft. Anschließend legte sie ihn vor uns auf die Vitrine, die als Tresen diente.
Die Fassung war edel aber schlicht. Es waren keine Verziehrungen zu erkennen. In der Mitte war eine Öffnung von der Breite meines Daumennagels.
Das Metall fühlte sich kalt an.
Ich drehte die Fassung in meiner Hand und hielt sie gegen das Licht. An der Rückseite waren Kratzer zu erkennen.
Die Verkäuferin sagte: »Mein Vater sagte, dass er irgendetwas eingravieren sollte, nachdem er den Stein eingefasst hatte. Ich kann mich allerdings nicht mehr an die Worte erinnern. Irgendetwas mit Nacht oder Dunkelheit.«
Ich sagte: »Wie sah der Stein denn aus?«
Frühling sagte: »Was war mit den Rückblicken?«
Ich sagte: »Bitte entschuldigen sie. Wie sieht der Stein denn aus, falls es ihn noch gibt?«
Die Dame sagte: »Er war schwarz, jedoch durchsichtig. Im Inneren war ein Einschluss, der gegen das Licht violett funkelt.
Egal wo ich gesucht habe, bisher habe ich von keine Edelstein eine Beschreibung gefunden, die der meines Vaters gleicht.«
Ich bedankte mich und wir verabschiedeten uns.

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