Unaufgeräumt

Frühling sah an mir vorbei und musste lachen. Ich folgte Ihrem Blick und war entsetzt.
Sie sagte: »Wäre wohl doch besser gewesen, wenn ich wach geblieben wäre.«
Ich blickte mich um und sagte: »Wie soll ich das meiner Frau erklären?“ Alle Türen der Vitrinen und Schränken, jede Schublade, Alles stand offen. Die Bücher im Bücherregal waren nach vorne gerückt worden.
Frühling sagte: „Scheint so, als hätte hier jemand etwas gesucht.“
Ich sagte: „Er hatte wenig Zeit dafür.“
Die Gegenstände in den Schränken waren noch nicht ausgeräumt worden. Sie waren verrückt, aber nicht herausgeworfen, so wie in den anderen Wohnungen.
Ich sagte: „Als Nächstes hätte er uns wohl umgebracht.“
Frühling wirkte beleidigt, als sie sagte: „Warum muss es ein er sein?“
Meine Augen trafen ihre und ich sagte: „Nachdem ich Dich und Deine Schwester kennengelernt habe, würde es mich nicht überraschen, wenn dies hier das Werk einer Frau gewesen wäre. Es war definitiv eine Naturkraft wie Du.“
Frühling nickte.
Dann lachte sie erneut auf und sagte: „Damit bin ich wohl entlastet. Ich kann auf keinen Fall im Traum mit Dir und hier gewesen sein.“
Ich sagte: „Besitz Ihr keine Kraft, damit ihr an mehreren Orten gleichzeitig sein könnt? Wie macht ihr denn das Wetter auf der gesamten Halbkugel?“
Sie sagte: „Du hast mich erwischt. In dem Fall war ich jedoch nur im Traum. Das hier war ich nicht. Was sollte denn mein Motiv dazu gewesen sein? Ich weiß doch, dass wir den Stein nicht haben.“
Ich sagte: „Das klingt plausibel.“

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