Geldschein Zero

Mein Gesicht glänzte, von dem Wasser, welches ich mir gerade hineingeworfen hatte. Mein Pullover wies ein paar dunkle Flecken auf und die Hände tropften noch. Meine Devise ist immer gewesen, dass man eine Erfrischung nicht mit einem Handtuch aufwischen sollte.
Als ich zurück ins Wohnzimmer kam, saß Sommer lächelnd und zurückgelehnt in der Couch. Er hatte die Augen geschlossen.
Ich sagte: »Du willst also die Frau kennenlernen und benötigst meine Hilfe dazu?«
Sommer öffnete die Augen und sagte: »Klar!«
Ich sagte: »Dann musst Du mir allerdings mehr Details liefern. Was mag sie? Wo wohnt sie? Was sind ihre Hobbys?«
Sommer zuckte mit den Schultern und sagte: »Bis auf den Wohnort hab ich noch nichts rausgefunden.«
Ich sagte: »Weiß sie denn, dass es Dich gibt?«
Sommer sagte: »Sie hatte mir angeboten, sie mal zu besuchen, falls ich in der Nähe wäre.«
Mit einem Griff an sein Gesäß, zog er ein braunes, ledernes Behältnis aus seiner Hose und kramte im Inneren. Was früher einmal eine Geldbörse gewesen seien mochte, hatte mit der Zeit jegliche Form verloren. Wäre ich Kassierer in einem Supermarkt, ich würde mich weigern, Geld aus diesem Ding anzunehmen. Selbst wenn ich keinen hysterischen Sauberkeitsfimmel auslebe, war dieses beinahe Lebewesen potentielle Brutstätte für den Virus, der die Menschheit auslöschen könnte.
Ich überlegte kurz, ob man darüber eine Geschichte schreiben könnte. Ein Virus wird weltweit über Geldscheine übertragen, bis die WHO in Panik befielt, jegliches Geld zu verbrennen.
Mit den handelsüblichen Hollywood Schauspielern könnte man einen prima Katastrophenfilm daraus machen.
Im Hauptteil wird dann natürlich nach dem Geldschein gesucht, auf dem sich der Virus als erstes entwickelt hat. Man könnte ihn Geldschein Zero nennen. Dem Film fehlt natürlich der ‚ach wie süß‘ Faktor des Affens. Ich frag mich, wer für einen solchen Film zahlen würde?
Sommer hatte derweilen einen Zettel hervor gefischt, auf dem ich Buchstaben erkennen konnte. Es schien eine Adresse zu sein.

Liebesroman

Für einen Moment hatte ich das Gefühl, als wäre ich in einem Liebesroman gefangen. In Panik entschuldigte ich mich und schlich auf Toilette.
Meine Hände umklammerten schweißnass mein Telefon und ich gab hektisch ein paar Suchwörter bei Google ein. Bisher hatte ich keine Erfahrungen, was einen guten Liebesroman ausmacht. Eigentlich habe ich mich mit der Materie noch nie auseinandergesetzt.
Sommers Erscheinen und die Unterhaltung bisher lief jedoch stark in die Richtung der Literaturgattung, in der ich mich noch gar nicht auskannte.
Wie schreibt man einen Liebesroman?
Inständig hoffte ich, dass es eine leichte Screwball Komödie werden würde. Selbst wenn ich mich an dieser Stelle oute sollte, so mag ich Filme wie ›Notting Hill‹, ›die Hochzeit meines besten Freundes‹ oder ›Frühstück bei Tiffanies‹.
Mit dem anderen „Schnulzen“-Kram – den, den man Sonntags im öffentlich Rechtlichen als Alternative zum Tatort vorgesetzt bekommt – konnte ich jedoch überhaupt gar nichts anfangen.
Bisher dachte ich, dass eine gute Story in dieser Gattung nur durch eine langweilige Dreiecksbeziehung und dem Kampf um das Herz des oder der Angebeteten auffiel.
Das war mir etwas zu billig und entbehrte jeglicher Spannung.
Wenn man die Wahl zwischen Traumschiff und einem abgedroschenen Blockbuster in 08/15 Anfertigung und Action Elementen hat, dann würde ich immer den Blockbuster nehmen.
Meist hat man noch ganz andere Alternativen, wie z.B. ein gutes Buch zu lesen. Wenn ich von gutem Buch spreche, dann meine ich in der Regel keinen Liebesroman.
Sommer lenkte mich jedoch in eine Richtung, in die ich nie wollte. Da war mir selbst der Roadmovie lieber, der mit Winter kaum inhaltliche Tiefe aufwies.

Der Graf

Als ich zurückkam, fächelte sich Sommer gerade die Krümel von der Kleidung. Er hatte ein zufriedenes und müdes Lächeln auf dem Gesicht.
Ich setzte mich ihm gegenüber auf den Sessel und sagte: »Was war denn jetzt mit der Frau?«
Sommer lachte schallend. Nach dem gekünstelten Lachen von Winter und dem boshaften Gegacker von Frühling, war sein Lachen eine befreiende Offenbarung.
Er sagte: »Patricia ist eine echte Traumfrau. Sie hatte immer so ein Tuch, mit dem sie sich die Haare nach hinten band. Das sah wirklich süß aus.«
Ich sagte: »Wenn Du sie noch nicht einmal gesprochen hast, wie willst Du dann beurteilen, ob sie zu Dir passt?«
Sommer sagte: »Wer sagt, dass wir nicht gesprochen haben? Außerdem weiß man so etwas sofort. Hast Du nie von der Liebe auf den ersten Blick gehört.«
Ich sagte: »Was sagen Deine Eltern eigentlich zu solch romantischen Beziehungen zu Sterblichen?«
Sommer sagte: »Mutter hält da überhaupt gar nichts von. Winter hatte einmal einen Menschen, mit dem sie, nach eurer Zeitrechnung, fast endlos zusammen war. Es ging bestimmt ein paar Jahrhunderte.«
Überrascht zog ich die Augenbrauen hoch.
Er sagte: »Sie hatten ein paar Kinder. Mutter war gar nicht begeistert. Sie hat die beiden nicht mehr zu sich eingeladen. Sie schweigt immer noch beharrlich über die Zeit.«
Ich sagte: »Wenn ein Mensch so lange lebt, müsste er doch irgendwelche Spuren hinterlassen? Wer war dieser Typ?«
Sommer sagte: »Es war ein Baron oder Graf aus irgend einem kleinen osteuropäischem Land. Seine Legende wurde ziemlich berühmt. Ich hielt allerdings nichts viel von ihm. Sein Charakter war irgendwie düster.«
Ich sagte: »Was ist denn mit Dir?«
Er lachte erneut und sagte: »Ich suche noch nach der großen Liebe.«

Technik die entgeistert

Optional stehen hier meine Gedanken… Und jetzt meine Beitrag:

MitmachBlog

In der ersten Firma, in der ich arbeitete, nachdem ich an der Uni die Zelte ziemlich erfolgreich abgebrochen hatte, gab es ein lustiges Spiel, welches jeder gerne spielt, und welches »Der Andere ist schuld« heißt.
Um es zu verdeutlichen, die Mechaniker waren sicher, dass es die Elektroniker oder die Programmierer waren, die Elektroniker waren sich immer 100% sicher, dass es die Programmierer verbockt und die Programmierer wussten generell, dass die Elektriker schon wieder alles vermurkst hatten. Das Spielchen war ungefähr so interessant wie Tennis, bei dem ich bisher immer sehr schnell eingeschlafen bin, solange ich nicht selbst gespielt habe. Wenn ich selbst gespielt habe, war mein einziger Gedanke die ganze Zeit nur: »Wann hört der Scheiß endlich auf?«.
In der neuen Firma ist das Feindbild weniger geschärft. Es gibt einfach zu viele Gewerke und zu viele Schuldige. Allerdings kann ich mich gut daran gewöhnen, dass der Projektleiter generell als Sündenbock feststeht…

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Grenzenlose Langeweile

Sommer versprühte erneut eine Flut kleiner Chips-Partikel über sein Hawaii-Hemd. Er verströmte dabei die gleiche Anmut, die ein Elefant während seines Bades in mir erweckte. Seine struppigen Haare fielen ihm immer wieder in die Augen. Er wischte es dann mit einer lässigen Handbewegung aus seinem Sichtfenster.
Ich sagte: »Ihr müsst doch schon verdammt lange auf diesem Planeten rumhängen.«
Sommer nickte und blickte mir in die Augen. Er zog die Brauen hoch und zuckte mit den Schultern.
Ich sagte: »Wie kommt es, dass Du Dich immer noch für Menschen interessierst? Bisher hatte ich das Gefühl, dass euch die Menschheit reichlich egal ist. Eigentlich waren Deine Geschwister und der Rest Deiner Verwandten eher negativ auf uns zu sprechen.«
Ein paar Minuten musste ich mich gedulden, bis Sommer den Mund leer genug hatte, um mir antworten zu können.
Er sagte: »Ich mochte die Menschen schon immer. Sie sind ein lustiges Volk und nach Jahrmillionen ohne Bewusstsein und der Möglichkeit sich mal zu unterhalten, sehe ich in euch, eine perfekte Gelegenheit sich abzulenken.«
Erneut wanderte seine Pranke in die Tüte. Wenn er in der gleichen Geschwindigkeit weitermachte, müsste das Ding bald leer sein.
Ich sagte: »Es muss langweilig gewesen sein, so lange ohne Gesprächspartner zu leben.«
Sommer nickte.
Es war wenig sinnvoll, sich weiter mit ihm zu unterhalten, solange er die Tüte umklammert hielt, als wäre sie der Heilige Gral.
Ich ging in die Küche, um mir einen Tee zu machen.

GleichUndGleich und Gegensätze

Ich sagte: »Ward ihr auf der gleichen Welle?«
Sommer lachte, wobei ihm einige Chips-Stücke aus dem Mund spritzten. Zum Glück hatten sie nicht die gleiche Geschwindigkeit wie Schrapnelle, sonst wäre ich zu diesem Zeitpunkt gestorben.
Sommer sagte: »Ihre hellen Haare funkelten in der Sonne. Sie hatte immer ein Buch dabei und las die ganze Zeit. Zwischendurch hat sie mich beobachtet.«
Ich sagte: »Woher weißt Du das?«
Sommer sagte: »Sowas merkt man einfach. Sie sah mir nach, wie ich auf den Wellen tanzte.«
Ich sagte: »Blieb es bei den entfernten Beobachtungen oder gab es eine Annäherung?«
Sommer sagte: »In solchen Momenten bin ich immer schüchtern.«
Ich sagte: »Was hat sie denn für Bücher gelesen?«
Sommer sagte: »Es müssen Horror-Romane gewesen sein. Eins hieß ›Steppenwolf‹, ein anderes ›Zauberberg‹. Beim Lesen zeigte sie allerdings nie Angst.«
Ich sagte: »Wenn ich eine Wette abschließen könnte, würde ich wetten, dass Deine Patricia Germanistik studiert.«
Sommer zog die Augenbraun hoch. Er sagte: »Woher weißt Du das?«
Ich sagte: »Diese Horro-Romane sind die beliebtesten unter Germanistikstudenten. Gibt kaum Leute, die sie sonst lesen.«
Sommer sagte: »Voll krass. Ich musste ihr heimlich hinterher schleichen und all meinen Mut zusammen nehmen, bis ich das Studienfach rausgefunden hatte. Als ich es dann endlich wusste, war sie fast schon auf dem Weg nach Deutschland.
Ich sagte: »Dann studiert sie hier in Essen?«
Sommer nickte und schob sich eine voll Pfote Chips in den Schlund.
Leise sagte ich: »Wenn ich nur beim Raten der Lottozahl eine ähnliche Treffsicherheit beweisen würde…«


(SackingBob von vor 10 Jahren) 😆

Fress-Flash

Mit einem Huster und zusammengezogenen Wangen drückte Sommer den kleinen übriggebliebenden Stummel im Aschenbecher aus.
Er sagte: »Hab gar nicht gefragt, ob Du auch was wolltest?«
Ich sagte: »Davon wird mir immer zwei Tage hintereinander schwindelig. Aber danke, dass Du fast an mich gedacht hättest.«
Sommer sagte: »Ich muss immer wieder an Patricia denken.«
Sein Grinsen weitete sich aus. Beinahe hatte ich Angst, dass wenn es sich weiter ausbreitete, Sommer bald wie Pac-Man aussehen würde.
Ich sagte: »Irgendwann mussten wir ja auf die Sache kommen, die Dir in Australien am besten gefallen hat.«
Sommer erhob sich und sagte: »Hast Du Chips da?«
Ich sagte: »Schau mich an. Ich habe nicht umsonst die Umrisse eines Nilpferds. Wenn ich mich gesund ernähren würde, könnte ich das Gewicht nicht halten und müsste mir immer neue Hosen kaufen.«
Sommer sagte: »Du isst also nur, um Dein Gewicht zu halten und dadurch beim Kleidungskauf zu sparen? Das kann ich gut verstehen. Ich hasse einkaufen.«
Ich sagte: »Das sieht man. Deine Klamotten sehen so aus, als hättest du sie das letzte Mal im Vietnam-Krieg gewechselt.«
Sommer sah an sich herab und sagte: »Ach so. Jetzt musste ich mir erst einmal sehen, was ich anhabe.«
Mit ein paar Schritten stand ich in der Küche und kramte aus dem Schrank die Chipstüte heraus. Sommer hatte sich derweilen auf der Couch niedergelassen.
Er sagte: »Patricia ist die Beste!«, dann ergriff er die Tüte, führte sie zum Mund und schüttete mindestens ein Viertel hinein.

Das Problem mit dem Beitrag

Diesmal hab ich es mir zu schwer gemacht mit dem Beitrag für den Mitmachblog…

MitmachBlog

Ehrlich, ich hab ein riesen Problem, etwas zu dem Thema zu schreiben.

Ich hatte zunächst darüber nachgedacht, meinen Beitrag mit einem flachen Kalauer zu beginnen. Zum Beispiel hätte ich schreiben können, dass meine tägliche Erinnerung an das Thema, die Anzeige meiner Waage ist, die immer wenn ich die Waage betrete, anzeigt: ›Dieses Gerät ist nicht für Schwertransporter zugelassen. Bitte schieben Sie den Waal zurück ins Meer!‹.

Dann hab ich mir gedacht, dass solche Witze sicherlich schlecht ankommen und deshalb möchte ich mir das verkneifen. Wäre auch zu schade, wenn ich meine Leser durch dumme Scherze verschrecke.

Eine andere Annäherung wäre eine Anspielung auf unsere Gesellschaft. In dem Fall hätte ich vielleicht folgendermaßen begonnen:
In der mittleren bis oberen Führungsetage gilt es im Moment als ›en vogue‹, die Rollenfindung der eigenen Untertanen in ausartenden Workshops, die mich immer an Live Rollenspiele erinnern, spielerisch bestimmen zu lassen. Sobald man mir die Rollenfindung…

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Das sagt man so

Ich sagte: »Soweit ich mich erinnern kann, habe ich Deiner Schwester schon erzählt, dass ich nie weit rumgekommen bin. Die weite Welt hatte nicht den Sog auf mich ausgeübt.«
Sommer sagte: »Krass.«
Ich sagte: »Warum meinst Du das?«
Er sagte: »Na weil man das so sagt.«
Ich sagte: »Du meinst, anstelle einfach mal ruhig zu sein?«
Er sagte: »Ja klar.«
Ich sagte: »Warum musst Du eigentlich allen Klischees entsprechen, die ich über Strandboys im Kopf habe?«
Sommer lächelte mich an und entspannte sich in seinem Stuhl. Er sackte in sich zusammen und sah vollständig entspannt aus, wie ein Schlauchboot, aus dem man die Luft entlassen hatte. Er sagte: »Entspreche ich den Klischees oder entsprechen die Klischees mir?«
Mit den Schultern zuckend sagte ich: »Eigentlich interessiert mich die Antwort gar nicht.«
Eine peinliche Pause folgt, in der ich meine Blicke auf die Spitze meiner Schuhe fokussierte. Nach drei Ewigkeiten sagte ich: »Neulich war ich auf der Bank und wartete auf einen Termin bei Jemanden, den man anscheinend gerade aus der Ausbildung entlassen hatte. Neben mir saß meine Frau und daneben eine andere Dame.
Ein Sachbearbeiter trat auf die Stuhlreihe und sagte: ›Wer von ihnen ist jetzt Frau Dingskirchen?‹
Für einen Moment wäre ich gerne aufgesprungen und hätte mit möglichst hoher Stimme: ›das bin ich‹ gesagt.«
Sommer lachte aus vollem Hals, was mich zusammenzucken ließ. Er hatte Tränen in den Augen.
Ich sagte: »So gut war das auch nicht.«
Er sagte: »Das war voll Tight!«
Meine Augen weiteten sich und ich sagte: »Was meint dieses Wort überhaupt? Warum ist etwas gut, wenn es eng ist? Was ist damit gemeint? Eine Hose ist es sicherlich nicht. Die kneifen nur, wenn sie zu eng sind. Oder meinst Du ein Auto nach dem Unfall?«
Sommer zuckte jetzt mit den Schultern und sagte: »Das sagt man so.«

Cool

Sommers Augen leuchteten in ihrem eigenen Licht. Seine Augenfarbe war ein helles Gelb und erinnerte mich an den Strand in der Karibik.
Er sagte: »Australien ist echt cool.«
Ich sagte: »Kann ich mir nicht vorstellen. Liegt doch viel zu nah am Equator. Besteht der Kontinent nicht zum großen Teil aus Wüsten und Steppen?«
So wie mich Sommer ansah, musste ich annehmen, dass er mir entweder absichtlich nicht zugehört hatte oder das der Rauch, den er im Augenblick inhalierte, nicht zuließ, dass er etwas mitbekam. Ich hätte sein Gesicht auf ein Blatt Papier zeichnen und mich mit diesem Platt unterhalten können, es hätte ähnliche Auswirkungen.
Er sagte: »Australien ist großartig und cool.«
Ich sagte: »Es kommt mir so vor, als würdest Du Dich wiederholen.«
Sommer nahm einen weiteren Zug und sagte: »Endlose Sandstrände.«
Ich sagte: »Die Einheimischen nennen sie Wüsten. Saudi Arabien hat ähnlich viel zu bieten.«
Sommer sagte: »Surfing am großen Riff.«
Ich sagte: »Das ›Geat Barrier Reav‹ – ich hab mal einen getroffen, der mir von dem Ort vorgeschwärmt hat. Meinte, das wäre echt cool da.«
Sommer fuhr zu mir herum, sah mir in die Augen, als hätte er mich gerade zum ersten Mal gesehen und sagte: »Ja voll cool!«
Ich sagte: »Der Effekt von Kiffen ist immer wieder lustig. Auch wenn man nur unbeteiligt dabei steht. Auf einem Festival habe ich mal einem Pärchen gelauscht, die beide hacke-breit waren. Sie hatten die Tüte noch abwechselnd an den Lippen.
Sie sprach über einen Kaufstand auf dem Festivalgelände und er über einen Wohnwagen, der gleich in der Nähe stand. Beide waren total begeistert von den Worten des anderen, hatten das Gefühl sich auf allen Stufen des Seins zu verstehen und waren voll happy.
Es ist selten, dass Ehepaare so einer Meinung sind, obwohl sie sich nicht über die gleiche Sache unterhalten.«
Sommer sah mich fragend an.
Leise sagte ich: »Voll cool!«
Sommer sagte: »Ja genau – voll cool!«