Den vorwurfsvollen Unterton hätte ich gerne vermieden. Jedoch stieg er in mir hoch, wie Mundgeruch.
Ich sagte: »Du hast drei Leute getötet!«
Morpheus sagte leise: »Und eine Katze. Das tut mir wirklich leid.«
Ich sagte: »Du machst Dir mehr Gedanken um die Katze, als um die Menschen?«
Morpheus sagte: »Katzen sind sehr edle Tiere. Ihre Bewegungen sind elegant und majestätisch.«
Ich sagte: »Die drei Leute hatten Leben.«
Morpheus blinzelte und sagte: »Die drei waren schon fast tot. Ich habe lediglich etwas nachgeholfen.«
Ich sagte: »Und das unbeabsichtigt, weil Du glaubtest, von ihnen Geheimnisse erfahren zu können.«
Morpheus schüttelte den Kopf und sagte: »Eigentlich wollte ich immer nur den Ort, an dem der Stein versteckt liegt.«
Ich sagte: »Der Stein ist nicht versteckt.«
Morpheus zog beide Augenbrauen hoch.
Ich sagte: »Wenn Du versprichst, dass Du mich nicht umbringst, sage ich Dir, wo der Stein ist.«
Morpheus lachte trocken und sagte: »Ein schlechter Handel, wenn man nicht alle Trümpfe selbst in der Hand hat. Willst Du vielleicht noch einmal den Traum vom Stein träumen?«
Ich sagte: »Mein Bedürfnis nach solchen Träumen ist mehr als gelaufen.«
Mit einer Hand hielt ich den Gegenstand in meiner Tasche umklammert.
Plötzlich flirrte die Luft und Frühling tauchte knapp hinter Morpheus auf.
Sie sagte: »Hallo Cousin. Hast Du mich vermisst.«
Als er sich umdrehte, war ich die wenigen Schritte, die zwischen uns lagen, auf Morphes zugegangen.
Zu Frühling gewandt sagte Morpheus: »Hallo Frühling. Ich hatte gedacht, dass Du gar nicht mehr auftauchst.«

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