Vor der Tür

Boris schlug einen großen Bogen um den Steinbruch, nur um von der anderen Seite die Lichtung zu betreten. Er schaute sich zu allen Seiten um, während er vorsichtig den schützenden Wald verließ.
Anja flüsterte mir zu: »Bei der Vorsicht würde ich mich an seiner Stelle einmal auf Paranoia untersuchen lassen. Die Vorkehrungen die er trifft sind doch völlig übertrieben.«
Das Grünzeug, hinter der die Tür verborgen lag, befand sich jetzt direkt vor uns. Die Bäume und Büsche vor dem Eingang waren mir vorgestern gar nicht so groß vorgekommen. Die Tür war dahinter nicht zu sehen.
»Die Pflanzen müssen schon vor Einbau der Tür hier gewesen sein. Wäre dieser Zugang immer sichtbar gewesen, wäre die Höhle kein gutes Versteck.«, sagte ich.
»Die Tür selbst sieht man ebenfalls nur, wenn man danach sucht.« Boris zog das Geäst auseinander. Tatsächlich fügte sich der Zugang perfekt in den Felsen. Die Tür erkannte man nur, wenn man sie sehen wollte. Die Details fielen mir beim ersten Besuch gar nicht auf.
Anja ging um das Grünzeug herum. Sie fuhr mit der Hand über die Stahltür. Danach legte Sie ihre Hand auf das merkwürdige Symbol. Anschließend tastete sie etwas darunter.
»Hier ist das Schlüsselloch. Eine Metallklappe ist darüber angebracht.«, sagte sie.
Das Material der Tür war kaum gealtert. Ich entdeckte keine Rostspuren. Vielleicht waren die Angeln trotzdem schon verwittert? Ich trat gegen das Metall. Ein tiefes Dröhnen erklang, als hätte man einen Gong geschlagen.
Anja sahen mich verärgert an. »Du musst nicht unbedingt auf uns aufmerksam machen. Das brauchen wir jetzt wirklich nicht. Oder binden Dir Deine Elter zu Hause zur Vorsicht immer eine schwere Kuhglocke um den Hals?«
»Es war einen Versuch wert.« »Warum Gewalt, wenn wir einen Schlüssel haben?«, sagte Boris und griff sich unter sein T-Shirt.
Die drei dreieckigen Gebilde am Stab schlugen gegeneinander. Boris versuchte sie, in das Schlüsselloch zu stecken. Nach ein paar Minuten gab er es auf.
Anja hatte die Arme verschränkt und lehnte gegen den Berg. Sie schüttelte mehrfach mit dem Kopf. »Das kann so nicht funktionieren. Wie kann man ein Schloss mit so einem komischen Ding aufschließen. Die Dinger müssen am Griff fixiert werden, sonst kannst Du das ewig probieren.«
Boris blickte sie an. »Hast Du eine Idee, wie das klappen könnte?«
Sie nahm ihm den Schlüssel umständlich ab, in dem sie die Kette, an dem er hing, über Boris Kopf streifte. Dann spielte sie mit den vier Teilen.
»Hier sind kleine Einkerbungen, als könnte man die Dinger darin gegeneinander befestigen, so dass sie fixiert sind. Ich habe allerdings keine Ahnung, wie das klappen könnte.«
Ich griff nach dem Schlüssel, doch Anja zog ihn zurück, so dass meine Hand ins Leere griff. »Warum meinst Du, dass Du das besser kannst? Mädchen verstehen mehr von Technik, als Du denkst.«
»Ich wollte ihn mir nur anschauen.« »Vielleicht versuchst Du einfach, diese Dreiecke aneinander festzumachen, und wir schließen die Tür auf?«, sagte Boris.
Anja drehte und wendete die Dreiecke in ihrer Hand. Dann schüttelte sie ihren Kopf. Mit hochrotem Kopf versuchte sie zwei Dreiecke ineinander zu schieben.
Boris schaute auf seine Uhr. »Wir haben nicht so viel Zeit. Eigentlich sollten wir uns gleich auf den Heimweg begeben.«
Ich sah mir noch einmal die Tür an. Meine Hand wanderte über das Emblem. »Was sind das hier für Zeichen?«
Boris und Anja starrten auf die Tür. Das eingestanzte Logo zeigte drei Berge, die einander überlappten.

Blogparade: Teamplayer oder doch Einzelkämpfer?

Auch wenn ich neben meinem Blog so gut wie keine Zeit finde, um ein aktives Mitglied des Mitmachblogs oder anderer Veranstaltungen zu sein, möchte ich mir doch die Zeit nehmen und bei der Blogparade (oder hier im MMB) mitzumachen.
Die Idee einen Blog zu starten, war bei mir eine Kurzschlussreaktion. Schon seit meiner Jugend schrieb ich gerne Geschichte. Was bringt es einem Autor, wenn man seine Sachen nicht liest? Deshalb setzte ich die Texte schon zu Beginn des Internets eben dort hin. Eine der Geschichten verkaufte ich sogar für 200 DM! Das hat mich wirklich umgehauen.
Keine der Ergüsse ist heute übrigens noch online. Man findet mich nur noch auf Tumblr und auf WordPress.
Ich wollte schreiben – nicht über mein langweiliges Leben, sondern über meine Fantasie. Natürlich würde ich gerne zusammen schreiben, das hat allerdings aus vielen Gründen nicht geklappt.
Hier also die Antworten:

Schreibst du deinen Blog alleine/mit jemandem zusammen?
Ich schreibe alleine. Wie ich schon sagte, würde ich auch gerne einmal eine Geschichte mit jemand anderem Schreiben. Der Versuch einen Freund ebenfalls zum Schreiben anzuregen, war auch da. Leider gab er auf, obwohl ich seine Geschichten für sehr gelungen erachtete.
Warum hast du dich dafür entschieden deinen Blog alleine/gemeinsam zu schreiben?
Es will ja keiner mitmachen …
Schreibst du mit anderen Bloggern zusammen?
Der Mitmachblog ist ein weiterer Versuch, Andere teilhaben zu lassen. Das funktioniert so gut, dass ich mich kaum darum kümmern muss. Ich bin so stolz darauf, dass ihr das Ruder in die Hand genommen habt. Bis auf ein paar kleinere Zankereien läuft es auch sehr harmonisch.
Der Mitmachblog ist allerdings mehr als nur eine Plattform zum Austausch. Ich kann nicht genügend darauf hinweisen, dass es auch die Möglichkeit bietet, auf seinen Blog aufmerksam zu machen.
In einer Zeit, in der Viele schreiben, kann man kaum auffallen. Einige gehen im Grundrauschen unter, obwohl die Sachen, die sie zu sagen haben, sehr gut sind.
Der MMB bietet die Gelegenheit, sich in eine Gemeinschaft zu begeben. Hier wird man gelesen.
Tauscht du dich mit anderen Bloggern aus?
Leider viel zu selten. Mein Text, d.h. meine Geschichte (Frühling 2017) verbrauch im Moment alle Energie. Ich will daraus später ein EBook machen. Vielleicht lasse ich sogar ein paar Exemplare für meine Freunde drucken. Dafür muss der Text allerdings perfekt sein. Die Ansprüche, die ich mittlerweile an mich lege, sind sehr hoch. Jeden Tag wird geschrieben und revidiert. Da kann es schon vorkommen, dass ich für andere Sachen keine Zeit habe.
Nebenher bin ich auch Vater, Projektleiter und schaue auch gerne mal die ein oder andere Serie.
Beteiligst du dich an Blogparaden? Engen dich diese vielleicht sogar ein wenig ein?
Ich beteilige mich grundsätzlich nicht an Blogparaden. Mit dem Konzept komme ich gar nicht klar. Immer diese blöden Fragen. Was soll das?
MOMENT! Das ist doch eine Blogparade oder? Mist … Schon wieder den eigenen Prinzipien untreu geworden.
(Für MMB Autoren) Wie stehst du zu den Wochenthemen, engen dich diese zu sehr in deiner Kreativität ein?
Wie ich schon oben schrieb – der MMB ist die Idee der Vernetzung. Ein paar Regeln sind nicht schlecht. Die habe ich auch selbst aufgestellt, überwache sie allerdings nur sehr lasch. Wer mit dem Wochenthema nicht klar kommt, darf es abwandeln oder nur einmal kurz erwähnen und dann etwas völlig anderes schreiben.
Nur, um ein kleines Beispiel zu geben: Eins der ersten Themen war »Laster«. Es wurden genausoviele Beiträge über LKWs, wie über Schwächen geschrieben. Einig davon, waren sehr schön.
Macht weiter so!
Sind vorgegebenen Themen für dich inspirierend?
Sie können es sein. Meist habe ich allerdings erst eine Idee und passe sie dann an das Wochenthema an. Es sei denn, es passiert tatsächlich, dass das Wochenthema von mir stammt. Dann kam die Idee zuerst!
Wie empfindest du es, mit jemandem gemeinsam zu schreiben/deine Beiträge alleine zu gestalten?
Ich würde wirklich gerne einmal mit anderen schreiben. Ich meine jetzt allerdings eher in Form eines Buchs oder einer Geschichte im Blog.
Beeinflusst es deine Kreativität, wenn dir Themen vorgegeben werden?
Schon wieder eine Frage, die oben beantwortet wurde. Außerdem sind Fragen, die nicht mit einem »W« beginnen, keine gute Fragen. Sie können viel zu einfach mit »Ja«, »Nein« oder »Vielleicht« beantwortet werden. Fragen sollten daher immer so formuliert werden, dass man nicht einsilbrig auf sie antworten kann.
Ich habe damit wohl indirekt die Frage beantwortet. Die Kreativität kann mit Allem geweckt werden. Eine Schreibblockade ist bei vielen einfach Faulheit.
Selbst eine Tasse Tee kann inspirieren. Wenn man sie z.B. über seine Tastatur kippt, inspiriert sie schlimmstenfalls zu einem neuen Computer. Ich sollte mit meiner Tasse vorsichtig umgehen.
Vorsicht ist ja die Mutter der Porzellankiste. Jetzt fragt man sich natürlich, wie Porzellankisten auf die Welt kommen. Ich für meinen Teil hätte auf die Frage: Wie paaren sich die Igel, mit »Vorsichtig« geantwortet. Abern wenn Mutter Vorsicht nun mal nur Kisten auf die Welt bringt, soll mir das eine Lehre sein.
Apropos Lehre – wenn mir damals (während meiner Studentenzeit) jemand auf die Frage: »Was willst Du denn werden?«, die Antwort »Lehrer« entgegenschleuderte, entgegnete ich meist mit einem Stirnrunzeln und der Anmerkung: »Noch leerer?«
Ich war während dieser Zeit immer gerne voller. Das aber nur am Rande.
»Von Hölzchen auf Stöckchen kommen«, war ein Satz, der einer meiner Freunde hasste. Deshalb mache ich hier auch Schluss. Genug Kreativität für heute.
Noch Fragen?

Blogparade: Vernetzung unter Bloggern

Die Frau Ich lud zu einer Blog-Parade ein, der ich hiermit herzlich folgen möchte. Als Anarchist verbietet sich natürlich, die Regeln vollständig zu beherzigen, daher lass ich die Fragen einfach mal außen vor und beantworte mit den folgenden Texten mehr, als gefragt ist.

Was ist ›Vernetzung‹ überhaupt?

Die Antwort ist nicht ganz einfach. Eine Vernetzung in der heutigen Zeit bedeutet lesen, um gelesen zu werden. Für Einige ist es nicht viel mehr und nur ein Mittel zum Zweck. Die Leute auf Instagram, auf Facebook oder Tumblr haben diese Maxime verinnerlicht. Vielleicht kann man sogar mit einer Kooperation noch viel mehr Leute erreichen.
Auf WordPress habe ich viele idealistische Menschen getroffen, die dies nicht unterschreiben würden. Sie lesen und schreiben ohne Hintergedanken.
Was ist denn jetzt eine Vernetzung, wenn nicht das Folgen und Gefolgt werden im Mittelpunkt steht? Will man Freundschaften knüpfen?

Die Vergangenheit

Vor ein paar Jahren (oder besser einem Jahrzehnt) war die Vernetzung noch etwas ganz anderes. Da ging es darum, sich mit anderen Leuten auszutauschen. Ich trauere der Zeit ein wenig hinterher und bin nicht sicher, ob der ein oder andere das überhaupt noch kennt. Hier ging es nicht um Follower, sondern um die Unterhaltung, die immer im Mittelpunkt stand.
Dazu traf man sich damals in Foren, deren Themen die Leute zusammenführten. Heute gibt es diese sicherlich immer noch, sie haben aber deutlich an Bedeutung verloren.
Im Forum unterhielt man sich über Triviales, Intellektuelles oder gar Vulgäres, allerdings nie, ohne ein gewisses Niveau zu unterbieten. Selbst die Trolle (und ich bin mit dem größten von ihnen immer noch gut befreundet) waren eloquent und unheimlich unterhaltsam.
Das Forum besteht schon lange nicht mehr und die Welt funktioniert heute anders. In den heutigen Medien ist die Nachricht von gestern schon lange tot. Die Halbwertszeit eines Beitrags beträgt nur noch gefühlte Minuten. Versteht mich richtig, nur so fühlt man sich immer aktuell und am Puls der Zeit, aber diese langen geistreichen Unterhaltungen vermisse ich sehr. Was nützt die Vernetzung also, wenn das Gespräch darunter leidet? Was ich mir wünsche, sind Dialoge und nicht endlose Monologe von zwei Seiten in Dolby Surround. Mit ellenlangen Pausen, wo sie gebraucht werden.
Ich habe mich vernetzt und ich versuchte das mit dem MMB.

Die Möglichkeiten ohne Erfolg

Natürlich lese ich andere Blogs, bin auf Facebook, Twitter und Gott-Weiß-Wo. Allerdings vermisse ich den Dialog.
Ich gab Kommentare – allerdings haben die Meisten da draußen nicht den gleichen Wunsch, das letzte Wort zu behalten, weshalb sich dort auch fast keine Dialoge ergeben. Wahrscheinlich haben die Menschen allerdings auch Angst vor meinem inneren Troll.
Was ich gerne hätte? Ich habe mal ein Facebook Post eines Freunds mit mind. 30 Antworten getrollt, wobei eine Antwort dämlicher war als die vorige. Gefragt war, ob man errät, was auf dem Bild dargestellt wird.
Ein anderes Mal habe ich auf eine einfache Frage eines Beitrags, eine 300 Wörter lange Geschichte erfunden, die die Frage vollständig beantwortete, ohne dass sie selbst plausibel war.
So etwas hätte ich gerne als Dialog. Gedankenblitze im Gespräch, wären ein Ziel für mich für eine ideale Vernetzung. Beleidigungen wären dort absolut erlaubt, solange sie geistreich sind und nicht flach und pervers.
Mit diesen Leuten würde ich mich gerne auch unterhalten – nebenbei bei Bier, Wein und Mineralwasser.
Die Leute im Forum kannten sich fast alle auch privat – natürlich nicht vor dem Beginn des Forums, sondern erst später.

Wie also?

Die Frage, wie ich mich vernetze, ist nicht relevant, denn ich hab das Gefühl, dass ich es falsch gemacht habe. Weder ist die Follower-Zahl gestiegen, noch habe ich (bis auf ganz wenige Ausnahmen, die ich sehr schätze), kaum neue Leute kennengelernt. Ich würde sehr gerne mehrere von euch kennenlernen. Das ist jedoch für viele nicht der Sinn einer Vernetzung, was ich schade finde.
Wie ich mir eine Vernetzung vorstelle, die mir Spaß machen würde, sähe z.B. so aus: Jemand schreibt einen Satz und jeder der mitmacht kommentiert darauf. Man darf auf Kommentare reagieren oder selbst seinen Senf dazu geben. Dialoge sind erwünscht und es gibt keine Tabus außer Dummheit. Wäre das ein neues Feature im MMB, die euch Spaß macht?

Ich hoffe, ihr hinterlasst eure Kommentare…

Wenn ich ein Buch wäre

Die liebe Tanja aus dem Norden hat mich nominiert. Diesmal nicht zum Liebling-Dings, sondern zu etwas völlig anderem. Weil ich Wünsche nicht so leicht abschlagen kann, möchte ich hier einfach die von Tanja beantworteten Fragen ebenfalls mit Antworten versehen.

DU BIST NUN EIN BUCH. UNTER WELCHEM GENRE FINDE ICH DICH IN MEINEM LIEBLINGSBUCHLADEN?
Im Moment findest Du mich noch am ehesten in der Ramsch-Abteilung für abgelegte und ausgelesene Bücher. Leider zu trivial um im Antiquariat zu schlummern, aber nicht schlecht genug, um verbrannt zu werden. Du weißt schon: Die Bücher, die man für wenig Geld mitnehmen kann.

EIN BUCH EXISTIERT NICHT OHNE SEINE LESER. WIE LAUTET DEIN KLAPPENTEXT, UM DIE LESER NEUGIERIG AUF DICH ZU MACHEN?
Wenn der geneigte Leser viel Zeit verschwenden möchte, sei ihm dieses Buch wärmstens empfehlt. Es mag sein, dass Vieles in ihm schon veraltet ist, jedoch findet man unter dem Staub von Äonen vielleicht noch die eine Weisheit, die es sich zu bergen lohnt. Wer allerdings unterhalten werden will, greife lieber zu einem einfacheren Buch. Nur gute Bücher sind wahrhaft langweilig. Das schrieb schon Henry Miller und wenn der nicht wusste was er schrieb, dann sind wir alle verloren.

IN DIR STECKEN VIELE PERSÖNLICHKEITEN, MEHRERE MÄCHTIGE & SCHMÄCHTIGE. WIE HEISST DEIN PROTAGONIST / DEINE PROTAGONISTEN, WENN SIE NICHT DEINEN NAMEN TRAGEN?
SackingBob – wie einfallslos ist das denn bitte?

DIE PERSÖNLICHKEIT HÄNGT VOM CHARAKTER AB. NENNE DREI EIGENSCHAFTEN VON DIR, DIE DICH AM BESTEN BESCHREIBEN UND DICH DEM LESER NÄHER BRINGEN, ODER VOR DENEN ER ZURÜCK SCHRECKT UND SICH EIN ANDERES BUCH SCHNAPPT.
Spießiger Typ, der mit dem Mittelmaß vollständig zufrieden ist.
Lustiger Gesell, wenn er in Stimmung ist.
Chaot und Anarchist, wenn man Ordnung dringend braucht.

ICH DENKE, EIN HAUPTPUNKT WURDE VERGESSEN. ODER IST ER NICHT EGAL? DU ALS BUCH BRAUCHST SCHLIESSLICH EINEN TITEL. WIE HEISST DU?
SackingBob – eine Autobibliothek (oder so ähnlich, da fällt mir auf, dass lange Titel sich vielleicht nicht so gut verkaufen und deshalb ist hier Schluss).
Oder noch besser:
OHHHH MEIN GOTT WIR WERDEN ALLE STERBEN!

ES TUMMELN SICH DOCH SCHON GENUG LIEBESGESCHICHTEN IN ANDEREN BÜCHERN. ODER SIND ES DOCH NICHT GENUG? WIE SIEHT ES DENN IN DIR DRINNEN AUS?
Eine gute Romanze ist nicht verkehrt. Mehr als eine führt jedoch zu Missverständnissen und Verwicklungen. Wem gehen diese sinnlosen und drögen Dreiecksgeschichten nicht auf den SACk.

WIR TRAUERN, WENN UNSER LIEBLINGSCHARAKTER IN EINEM BUCH STIRBT. ER, ODER SIE, IST UNS SO ANS HERZ GEWACHSEN, DASS WIR NICHT ANDERS KÖNNEN. ABER DU TUST UNS DAS NICHT AN – ODER?
Hab ich schon – war langweilig! Ich hätte definitiv mehr davon erwartet, wenn man den Ich-Erzähler einfach draufgehen lässt. In meinem Fall hat jedoch keiner wirklich getrauert.

NIEMANDEN INTERESSIERT DEIN TITEL, DEIN KLAPPENTEXT, DEINE CHARAKTERE ODER DEIN INHALT. DAS COVER IST DAS EINZIG WICHTIGE, SCHLIESSLICH MUSS DAS BUCH AUCH SCHÖN IM REGAL AUSSEHEN. WIE SIEHST DU DENN AUS?
Zu fett – komisch mir fällt gerade nichts anderes ein.

ES IST ALLES GESAGT UND GETAN. DEM LESER WURDE NUN EVENTUELL SCHON DURCH EINEN TRAGISCHEN TOD ODER EINE AUFKOMMENDE LIEBE EINIGES VORWEG GENOMMEN. DOCH DAS MACHT NICHTS. ER GIBT DIR EINE CHANCE, WEIL ER DICH JA MÖGEN KÖNNTE. WIE SIEHT ES MIT DEINEM SCHREIBSTIL AUS?
Der spricht für sich. Wer lesen möchte, hat ja genügend Chancen dazu gehabt. Ein paar sind sogar schon auf den Geschmack gekommen. Ein guter Freund sagte einmal, dass man sich nicht erklären sollte. Man sollte immer für sich selbst sprechen. Taten sind überzeugender als jegliches Gewäsch, welches man zwischenzeitlich absondert.
Daher beurteilt nicht, was ich sage, sondern wie ich es sage.

NATÜRLICH BIST DU NICHT NUR IRGENDEIN BUCH. DU BIST DAS BUCH! DU ERSCHEINST UNTER VIELEN VERSCHIEDENEN AUSGABEN UND FORMATEN. DOCH NUR DAS ORIGINAL, IST DAS WAHRE. BIST DU EIN HARDCOVER, E-BOOK ODER TASCHENBUCH? UND WARUM?
E-Book – das Internet und der Computer waren schon immer meine Welt.

WENN DU EIN BUCH WÄRST, WER WÜRDE DICH LESEN?
Auf jeden Fall würde ich mich nicht selbst lesen. Es gibt so viele, die nur in der Vergangenheit leben. Mein Buch ist für jeden frei erhältlich und ich hoffe, dass die wenigen Leser Werbung machen.

Liebster Award

Die liebe ThrillerBraut hat mich nominiert und ich danke Ihr hiermit herzlich.
Ich muss zugeben, dass mir im Moment mehr als die Zeit fehlt, um die Fragen endgültig zu bearbeiten, deshalb hier meine Kurzform.

1. Wenn eine Fee dir drei Wünsche schenken würde, welche wären das für dich?

Das hab ich hier beantwortet

2. Wenn du im Lotto eine erhebliche Summe gewinnen würdest und du nie mehr arbeiten müsstest, was würdest du dann tun?

Das hatte ich ebenfalls im gleiche Beitrag (siehe 1. Antwort) beantwortet

3. Was sind deine Träume und lebst du diese?

Ich träume meist nicht aus der Ich-Perspektive, weshalb ich diese Träume nur schwer leben kann. In vielen fließt Blut – ab und an muss sich der Protagonist auch mal gegen eine Zombie Horde wehren. Sowas lebe ich in der Regel dann weniger aus. Es führt zu sehr zu entsetzten ‚Äußerungen meiner Mitmenschen.  😉

4. Würdest du in eine Zeitmaschine steigen und zurück in deine Kindheit fliegen, um dort nochmals von vorn zu beginnen?

Eine Frage, die man mit Ja oder Nein beantworten kann? Ernsthaft? Na gut: Ja! (Ach ja die Fragesteller beim Liebster Award machen auch immer wieder ähnliche Fehler) 😉

5. Wenn du etwas anders in deinem Leben machen könntest, ohne dabei über Geld oder anderen Konventionen nachdenken zu müssen, was würdest du tun?

Ich würde Schriftsteller/ Programmierer oder Langzeitstudenten werden. Eins davon oder alle drei gleichzeitig.

6. Wie ist deine Lebensweise, gesund und vernünftig oder Spaß ohne Grenzen?

Unvernünftig und krank, jedoch streng logisch und absolut anarchistisch.

7. Wie würdest du leben, wenn heute 1983 wäre?

Als 9 Jähriget bei meine Eltern. Ich glaub zu der Zeit habe ich die erste Kasette geschenkt bekommen. Im Nachhinein find ich die Musik darauf grausam.

8. Sommer oder Winter, was liegt dir mehr?

Regen – am liebsten im Sommer! Das ist so schön warm, aber nicht zu sehr.

9. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Bist du eher Silber oder Gold?

Ich bin Blogger. Daher eine ganz klare Bronze an dieser Stelle.

10. Du musst vier Wochen auf alles verzichten was Online ist. Was würdest du in der Zeit machen?

Urlaub in Neuseeland.

11. Fernreise oder der Baggersee um die Ecke? Was wäre dir als Reiseziel lieber?

Die Fernreise (siehe Antwort 10)

An dieser Stelle, so wie ich es immer mache, ein ganz klares: Ich werde niemand nominieren. Wer Lust darauf hat, darf ein paar Fragen von meiner Seite selbst beantworten.

  1. Wie lautet die Frage nach dem Sinn des Lebens, dem Universum und dem ganzen Rest?
  2. Wann würdest Du gerne leben und warum?
  3. Was hältst Du von Fernsehen und warum ist es nicht mehr so gut bzw. noch besser als früher?
  4. Warum vernetzt Du Dich nicht?
  5. Wo warst Du am Abend vor der Beantwortung dieser Fragen, gegen 18 Uhr?
  6. Welche Farben hatte Deine letzte Mahlzeit?
  7. Was schätzt Du am Regen am Meisten?
  8. Welche Art von Drogen bevorzugst Du?
  9. Worüber würdest Du niemals bloggen?
  10. Was magst Du am Mitmachblog?
  11. Warum bist Du auf Facebook noch nicht Follower des Mitmachblogs? Gefällt er Dir denn nicht? Was soll das denn bitte?

wortgeflumselkritzelkram hat mich zum liebster award nominiert. Ich ringe immer mit mir, ob ich die Nominierung annehme, da ich so viel anderes zu erzählen habe und mich nicht gerne an Regeln dabei halte. Trotzdem kann ich kaum Nein sagen, wenn ich so lieb gefragt werde.

Ich zitiere meine Vorrednerin:

hier nochmal kurz die regeln zum liebster award:

beantworte die 11 fragen, die dir der blogger, der dich nominiert hat, stellt.
nominiere bis zu 11 weitere blogger mit weniger als 300 followern für den “Liebster Award”.
stelle eine neue liste mit 11 fragen für deine nominierten blogger zusammen.
schreibe diese regeln in deinen “Liebster Award”-beitrag.
kopiere eines der “Liebster Award”-logos in deinen beitrag.
informiere die von dir nominierten blogger über diesen beitrag
Ich gebe zu, dass ich wie gewohnt, den letzten Punkt einfach auslasse. Nominiert wird hier niemand. 😉 Außerdem besteht die Gefahr, dass ich im Laufe der Antworten immer zynischer werde. Ich möchte mich schon mal dafür entschuldigen. Irgendwann werde ich einfach albern. Das mache ich selbst bei Vorstellungsgesprächen. Kommt man mir mit merkwürdigen Fragen, komme ich mit merkwürdigen Antworten. Das hat mir übrigens noch nie geschadet.
Moment ich schweife ab!
Hier die Fragen:
  • wenn du morgen aufhören müsstest zu bloggen, was würdest du dann machen?

Arbeiten, Kinder bespaßen und alles, was ich jetzt schon mache. Vielleicht käme ich dann ja dazu, endlich ein Buch zu schreiben? Wer weiß das schon.

  • nenne mir SPONTAN das erste wort, was dir in den kopf kommt. was verbindet dich damit?

Kein Wort sondern nur die Idee: Scheiße was hab ich jetzt für ein Wort im Kopf? Was ich damit verbinde ist Verwirrung. Ich fühle mich unter Druck gesetzt und beobachtet. Steht da jemand hinter mir? Ich glaube ich muss die Rolladen runterlassen und das Licht dimme. Wahrscheinlich werde ich heute wieder unter dem Bett schlafen. Nur zur Sicherheit.

  • was ist dein lieblingsreiseziel und warum?

Komisch das hatte ich schon als Frage. Ich hab die bei einem der letzten Awards schon beantwortet. 😉 Da musst Du schon da reinschauen. Ich mach doch nichts zweimal.

  • wie privat bist du in deinem blog?

Total privat. Ich schreibe hier ja auch nur die Wahrheit und Begebenheiten, die mir wirklich passiert sind. Noch privater geht doch gar nicht. Frag mal die Jahreszeiten dazu.

  • wie würdest du dich selbst mit 3 wörtern beschreiben?

Hatte ich schon!

  • welchem tier siehst du ähnlich?

Mit längerem Haar bestimmt Faultier. Sonst eher Spinne. Kannst Du Dir das vorstellen?

  • nagellack oder lippenstift?

Lippenstift schmeckt besser. Frag mal meine Töchter. Die haben oft mal einem pro Tag gegessen.Nagellack hab ich noch nicht probiert. Ich glaube allerdings, dass der im Rachen kratzt.

  • wann und wo hast du dein letztes einhorn gesehen?

Im Zoo war ich erst vor ein paar Monaten mit den Kindern. Schade, dass sie aufgrund ihres Horns, welches man gemahlen in China als Medizin verkauft, so bedroht sind. Aber ich finde schon, dass sie sehr imposante Tiere sind. Ich möchte die auf jeden Fall nicht in der Sahara begegnen. Besonders möchte ich nicht nachts unter den Bäumen umhergehen, auf denen die Tiere leben. Stell Dir vor, Dir fällt eins davon auf den Kopf.

  • wie oft googelst du dich?

Fast jede Nacht. Manchmal stehe ich sogar extra dafür auf. Aber es ist unbedingt wichtig, dass die Ergebnisse leicht sind. Wenn ich es mal etwas wilder möchte, benutze ich Bing. Jetzt fühl ich mich doch etwas schmutzig….

  • welches buch liest du gerade?

Ich bin auf Hörbücher umgestiegen, da ich einfach keine Zeit zum Lesen finde. Im Moment höre ich „Unendlicher Spaß“ im Original in Englisch. Nach ca. 40 gehörten Stunden, würde ich es jedem empfehlen, der unbedingt das Gegenteil des Titels empfinden will. Zum Glück steigere ich mich bei dem depressiven Inhalt nicht zu sehr hinein. Da ich meistens beim Autofahren höre, könnte ich auf dumme Ideen kommen.

  • stell dir vor, dein haus brennt. welche drei sachen würdest du retten?

Meine Frau und meine Kinder. Alles andere hat Sicherheitskopien.

Vorschlag zur Vernetzung

Der liebe Herr DampfBloque brachte mich mit seinem Kommentaren zu meinem letzten Beitrag (Echt jetzt?) auf eine Idee, über die ich hier schreiben möchte. Letztendlich ist es eine Art BlogParade, nur weitergedacht. 

Mein Vorschlag: Der Mitmach-Blog

Voraussetzungen:

5 bis 7 Admins (regelmäßige Schreiber)

Regeln:

  • Jede Woche ein Thema 
  • Thema besteht aus einem Schlagwort bzw. einem kurzen Satz
  • Freitags wird das Thema bekanntgegeben / der Reihe nach von den Admins
  • Jeder Admin schreibt die Woche über seine Meinung, Geschichte oder Gedicht zum Thema (kann auch kurz sein)
  • Jeder Beitrag wird auf dem eigenen Blog ge-‚reblogged‘
  • Beiträge von Lesern werden angenommenund und sind erwünscht, solange sie die vorige Regel befolgen
  • Sexistische, beleidigende oder rassistsche Beiträge sind natürlich verboten (versteht sich von selbst)…

Sollten nicht mindestens 5 Personen, d.h.  ohne mich 4, mitmachen hätte die Geschichte natürlich keinen Sinn.

Der Vorteil dieses Blogs wäre eine hohe Vernetzung zwischen den Teilnehmern und natürlich eine gute ‚Werbung‘ für die eigene Sache. Letztendlich schreibt ihr ja sowieso eure Meinung. 😜

Was haltet ihr von dem Vorschlag und würdet ihr mitmachen?

    Echt jetzt?

    Dampfbloque schrieb gestern den perfekten Blogartikel, den ich nur empfehlen kann.
    Die Frage ist nur, was wir Blogger überhaupt wollen? Was ist unsere Intention? Sind wir auf der Suche nach Freunden, in einer uns unbekannten Welt?

    Marketing

    In der letzten Zeit stolpere ich immer wieder über Artikel, in denen zu lesen ist, wie man sich und seinen Blog selbst vermarktet. Die Ratschläge sind immer die Gleichen.

    1. Hochwertiges Schreiben und das liebe Format,
    2. Vernetzung und Geben und Nehmen.

    Jetzt mal ehrlich, kann man sowas überhaupt schaffen? Nehmen wir uns die Punkte einzeln vor:

    1. Hochwertiges Schreiben und das liebe Format

    Was ist das überhaupt? Wie sieht ein qualitativ hochwertiger Artikel aus? Geht es hier nur um Zwischenüberschriften?
    Machen wir uns nichts vor, wären wir alle Profis, würden wir keine ›privaten‹ Blogs betreiben, sonder für Zeitungen tippen oder Bücher schreiben.
    Noch schlimmer ist der Ratschlag mit der eigenen Stimme. Was ist eine eigene Stimme? Kann man die bei Amazon bestellen?
    Ich kenne nur wirklich wenige Leute, die eine eigene Stimme haben. Zwei Beispiel hierfür sind Hans Joachim und Katrin (auch wenn es unartig ist, ich ‚Duze‚ die Leute in meinem Blog 😉 – Hab ich an der Uni so gelernt… )
    Beide habe ich ins Herz geschlossen und beide sprechen eine individuelle Sprache.
    Dann gibt es einige Blogs, die sich in satirischem Ton über das Leben lustig machen. Ich brauche hier keine Namen zu nennen – ihr seid super!
    Mein Problem ist nur, wie bekomme ich eine eigene Sprache? Kann ich das lernen? Ach je so viele Probleme.
    Meine Texte eigenen sich übrigens auch nicht für Zwischenüberschriften. Das ist bei einem »Roman in Tagesform« völlig unnötig.
    Damit schieße ich mich wahrscheinlich schon raus.
    Der liebste https://seppolog.com/ macht es übrigens sehr geschickt und verpackt seine Werke auch noch hörbar. Das würde bei mir allerdings nicht viel bringen – ich verlese mich viel zu oft.

    2. Vernetzung

    Geben und nehmen – jetzt ehrlich, man kann gar nicht so viel geben, wie man nehmen möchte.
    Ich folge vielen Blogs und hab mich vernetzt. Jetzt sind es leider zu viele geworden und ich habe den Überblick verloren. Das schreckt mich zeitweise so viel ab, dass ich gar nicht mehr lese. Dabei interessiert es mich schon, was ihr zu sagen habt, meine lieben (um nur ein paar zu nennen):

    Alice Wunder
    Zeilenende
    OhneEinander
    Nandalya
    – CriticalPixie
    Schon mal an der Stelle sorry (auch an die über 100 nicht genannten), dass ich es einfach nicht schaffe euch Alle immer zu lesen.

    Dann gibt es ja noch Blogseiten, auf denen man sich und seinen Blog ausstellen lassen kann.
    https://www.bloglovin.com/
    https://www.bloggerei.de/
    http://www.bloggeramt.de/
    http://www.topblogs.de/
    http://blog-connect.com/

    Bringt immer wieder mal einen verirrten Besucher, hat aber sonst kaum Konsequenzen (wobei das Erste auch ein Programm fürs Handy ist, welches ich gerne benutzte – hier könnten man sich mal vernetzten 😉 ).

    Außerdem frage ich mich: »Wie bekomme ich Kundschaft, die keine Blogger sind?«.
    Das schafft so gut wie Niemand!

    Die Frage bleibt: Was wollen wir?

    Ich für meinen Teil möchte, dass man mich liest.
    Wie ich das erreiche?
    Wahrscheinlich durch Texte wie diesen hier. Was haltet ihr davon?

    So langsam werde ich wohl zum absoluten Fragesteller…

    Gruß,
    Sebastian

    Schreiben gegen Rechts – Fragen an alle Leser

    Wisst ihr, was ich nicht verstehe?
    Natürlich Russisch!
    …und die Tatsache, dass immer wieder gesagt wird, dass die ›Fremden‹ unsere Kultur zerstören werden. Es wird davor gesprochen, dass die Anderen durch die ›Rassenvermischung‹ unsere Identität nehmen würden.
    Das verstehe ich nicht. Das geht einfach nicht in meinen Kopf.
    1. Was haben die Deutschen in den letzten paar Jahren geschaffen, was so verdammt schützenswert wäre? Geht es hier um den Abgasskandal? Sind wir in einem Fach besser als alle anderen (ich denke jetzt mal an PISA)? Sind wir besonders toll in irgend einer Sportart (bei mir in der Schule hat man sich auch darüber definiert…)
    Warum ist die Angst so tief, dass unsere ›Rasse‹ ausstirbt?
    Was treibt jemand dazu, so eine Angst zu entwickeln?
    Dann wird auch noch behauptet, dass ›die die Auslöschung sogar wollen‹.
    Bitte einmal Antworten, wenn man hier eine Antwort darauf geben kann: Wer sind denn bitte dies ominösen ›DIE‹? Und welcher Rasse entspringen ›wir‹?
    2. Warum glaubt man, dass eine ›reine Rasse‹ besser ist als die ›vermischte Rasse‹? Hat da jemand im Biologieunterricht nicht aufgepasst? Kennt man das auch am Beispiel der Hunderassen? Ich sag jetzt mal Überzüchtung? Wenn ihr euch so gut gefallt, dann probiert doch mal dieses großartige Spiel für die ganze Familie, mit dem Titel ›Inzest‹. Es kann natürlich Nebenwirkungen haben, führt aber definitiv zu einer reinen, degenerierten und zum Glück bald aussterbenden Rasse. Beispiele gibt es zahlreiche.
    Herzlichen Dank.
    Mein Biologielehrer sagte, dass eine Vermischung der Gene immer gut ist. Soweit kann ich mich erinnern. Die Ergebnisse sind stärker, intelligenter und sowieso toll. Wovor haben diese Leute dann Angst? Dass die nachfolgende ›Rasse‹ besser ist, als die im Moment lebende?
    3. Was nennt man Lügenpresse? Im Zeitalter des Internets werden freie Journalisten beauftragt. Natürlich ist jeder Bericht subjektiv. Es gibt niemanden, der objektiv berichten kann, da jeder Mensch eine Meinung hat. Warum versteht ihr nicht, dass hier keine Maschinen am Werk sind? Das sind Menschen, die Meinungen haben. Diese Meinungen treiben sie und verbreiten sie. Natürlich tummeln sich bei Portalen wie ›Spiegel Online‹ viele gleiche Meinungen. Irgendwie verbindet auch der Hintergrund. Sie sind aber trotzdem auch sehr unterschiedlich.
    Das sind zum Teil frei Schreiber. Sie verdienen daran, dass sie ihre Meinung verkaufen. Wenn ihr das ändern wollt, dann ändert ihre Meinung. Lest unterschiedliche Leute, die eurer Meinung sind und macht sie relevanter.
    Wenn ihr das nicht macht, dann müsst ihr damit leben, dass die Welt eine andere Meinung habt als ihr.
    Sie dann einfach ›Lügenpresse‹ zu nennen, ist genauso blöd, wie wenn man seine eigene Hand der Unfähigkeit beschuldigt.
    Ganz ehrlich – ich verstehe euch nicht. Ich verstehe eure Wörter nicht und ich verstehe eure Gedanken nicht. Ich kann nicht nachvollziehen, was ihr wollt. Ihr seid mir ein Rätzel.
    Euch anderen verstehe ich aber auch nicht. Warum sagt ihr nichts? Warum steht ihr nur rum? Warum habt ihr keinen Standpunkt?
    Ich meine nicht euch, die ihr die ganze Zeit etwas schreibt und es klar sagt. Ihr seid prima! Ihr habt Style.
    Aber ihr dahinter, die nur still mit den Achseln zuckt – was muss geschehen, dass ihr wach werdet? Wann schaut ihr euch um? Muss es schon wieder soweit kommen, dass ihr sagt, ihr habt ja nichts gewusst? Wann steht ihr auf? Wann geht ihr los?
    Sagt doch mal was!
    Gruß,
    Sebastian

    Schreiben gegen Rechts

    Anna Schmidt von ‘Bunt und farbenfroh …‘ rief zu einer Blogparade auf, bei der ich gerne mitmachen möchte.
    Eigentlich bin ich auf ein paar anderen Blogs auf die Parade gestoßen und eigentlich mache ich bei solchen Sachen nicht so gerne mit, da es nicht in den Kontext meiner Geschichte passt. Winter meinte allerdings, dass ich meine Gedanken dazu niederschreiben sollte.
    Auf Facebook sah ich einen ›anrührenden‹ Beitrag, in dem ein paar Menschen erklärten, dass die aktuelle Politik ihre Identität und ihre Kultur zerstören will. Zuwanderer bringen dabei ihre ›Leitkultur‹ durcheinander.
    Meine erste Reaktion war ein tiefsitzender Groll. Wenn es der Kultur dieser Personen schadet, dass Menschen, die keine Heimat mehr haben, denen man alles zerbombt hat, was sie früher einmal besaßen, in unserem Land geholfen wird, dann ist es an der Zeit, dass diese Kultur untergeht.
    Ich möchte auch nicht Teil einer Gesellschaft sein, die sich abschottet, nur weil sie Angst vor Anderen haben. Wenn das Deutschland ist, dann bin ich kein Teil von ihm.
    Xenophobie bezeichnet man die Angst vor den Fremden. Sie ist evolutionär gewachsen. Wenn ein Uhrmensch keine Angst vor den Fremden hatte, dann wurde er schnell von diesem überrollt. Dass kleine Kinder ›fremdeln‹ ist ebenfalls ein Überbleibsel dieser Angst. Wir sollten daher diese Phobie verstehen – sie ist wie der Blinddarm unserer Zivilisation – evolutionär gewachsen, meist nutzlos und häufig der Grund für Bauchschmerzen .
    Zuwanderer von Osten bedeuteten in früheren Zeiten eine Änderung der Kultur. Die Kelten kamen aus Persien und überrannten die Urvölker in Europa. Die Germanen kamen ebenfalls von außerhalb über unser Land – genauso wie die Angelsachsen und die ganzen Anderen.
    Das Christentum verbreitete sich ebenfalls aus dem Osten.
    Jede dieser ›östlichen‹ Bewegungen veränderte die Kultur und gab dem Land eine neue Identität. Die Angst, dass eine Änderung von außen unser Land verändert, ist daher nicht unbegründet.
    Genauso wurde unser Land durch Dönerbuden und chinesische Restaurants verändert und Anglizismen verändern unsere Sprache.
    Was will ich jetzt damit schreiben?
    Zunächst dürfen wir der Angst nicht verleugnen, aber ihr auch nicht nachgeben. Wir sind nicht Tiere, die ihren Instinkten folgen. Außerdem müssen Veränderungen nicht schlecht sein. Eine Kultur muss leben und sich verändern. Dazu ist sie da. Was sich nicht verändert ist tot.
    Wenn man will, dass die guten Sachen überleben, dann muss man sie bewusst leben.
    Leben wir daher das, was wir an uns lieben und nehmen das auf, was wir vielleicht an anderen besser finden. Dann geht die Entwicklung in die richtige Richtung. Dann werden wir am Ende stärker sein, als vorher.