Vorschlag zur Vernetzung

Der liebe Herr DampfBloque brachte mich mit seinem Kommentaren zu meinem letzten Beitrag (Echt jetzt?) auf eine Idee, über die ich hier schreiben möchte. Letztendlich ist es eine Art BlogParade, nur weitergedacht. 

Mein Vorschlag: Der Mitmach-Blog

Voraussetzungen:

5 bis 7 Admins (regelmäßige Schreiber)

Regeln:

  • Jede Woche ein Thema 
  • Thema besteht aus einem Schlagwort bzw. einem kurzen Satz
  • Freitags wird das Thema bekanntgegeben / der Reihe nach von den Admins
  • Jeder Admin schreibt die Woche über seine Meinung, Geschichte oder Gedicht zum Thema (kann auch kurz sein)
  • Jeder Beitrag wird auf dem eigenen Blog ge-‚reblogged‘
  • Beiträge von Lesern werden angenommenund und sind erwünscht, solange sie die vorige Regel befolgen
  • Sexistische, beleidigende oder rassistsche Beiträge sind natürlich verboten (versteht sich von selbst)…

Sollten nicht mindestens 5 Personen, d.h.  ohne mich 4, mitmachen hätte die Geschichte natürlich keinen Sinn.

Der Vorteil dieses Blogs wäre eine hohe Vernetzung zwischen den Teilnehmern und natürlich eine gute ‚Werbung‘ für die eigene Sache. Letztendlich schreibt ihr ja sowieso eure Meinung. 😜

Was haltet ihr von dem Vorschlag und würdet ihr mitmachen?

    Schreiben gegen Rechts – Fragen an alle Leser

    Wisst ihr, was ich nicht verstehe?
    Natürlich Russisch!
    …und die Tatsache, dass immer wieder gesagt wird, dass die ›Fremden‹ unsere Kultur zerstören werden. Es wird davor gesprochen, dass die Anderen durch die ›Rassenvermischung‹ unsere Identität nehmen würden.
    Das verstehe ich nicht. Das geht einfach nicht in meinen Kopf.
    1. Was haben die Deutschen in den letzten paar Jahren geschaffen, was so verdammt schützenswert wäre? Geht es hier um den Abgasskandal? Sind wir in einem Fach besser als alle anderen (ich denke jetzt mal an PISA)? Sind wir besonders toll in irgend einer Sportart (bei mir in der Schule hat man sich auch darüber definiert…)
    Warum ist die Angst so tief, dass unsere ›Rasse‹ ausstirbt?
    Was treibt jemand dazu, so eine Angst zu entwickeln?
    Dann wird auch noch behauptet, dass ›die die Auslöschung sogar wollen‹.
    Bitte einmal Antworten, wenn man hier eine Antwort darauf geben kann: Wer sind denn bitte dies ominösen ›DIE‹? Und welcher Rasse entspringen ›wir‹?
    2. Warum glaubt man, dass eine ›reine Rasse‹ besser ist als die ›vermischte Rasse‹? Hat da jemand im Biologieunterricht nicht aufgepasst? Kennt man das auch am Beispiel der Hunderassen? Ich sag jetzt mal Überzüchtung? Wenn ihr euch so gut gefallt, dann probiert doch mal dieses großartige Spiel für die ganze Familie, mit dem Titel ›Inzest‹. Es kann natürlich Nebenwirkungen haben, führt aber definitiv zu einer reinen, degenerierten und zum Glück bald aussterbenden Rasse. Beispiele gibt es zahlreiche.
    Herzlichen Dank.
    Mein Biologielehrer sagte, dass eine Vermischung der Gene immer gut ist. Soweit kann ich mich erinnern. Die Ergebnisse sind stärker, intelligenter und sowieso toll. Wovor haben diese Leute dann Angst? Dass die nachfolgende ›Rasse‹ besser ist, als die im Moment lebende?
    3. Was nennt man Lügenpresse? Im Zeitalter des Internets werden freie Journalisten beauftragt. Natürlich ist jeder Bericht subjektiv. Es gibt niemanden, der objektiv berichten kann, da jeder Mensch eine Meinung hat. Warum versteht ihr nicht, dass hier keine Maschinen am Werk sind? Das sind Menschen, die Meinungen haben. Diese Meinungen treiben sie und verbreiten sie. Natürlich tummeln sich bei Portalen wie ›Spiegel Online‹ viele gleiche Meinungen. Irgendwie verbindet auch der Hintergrund. Sie sind aber trotzdem auch sehr unterschiedlich.
    Das sind zum Teil frei Schreiber. Sie verdienen daran, dass sie ihre Meinung verkaufen. Wenn ihr das ändern wollt, dann ändert ihre Meinung. Lest unterschiedliche Leute, die eurer Meinung sind und macht sie relevanter.
    Wenn ihr das nicht macht, dann müsst ihr damit leben, dass die Welt eine andere Meinung habt als ihr.
    Sie dann einfach ›Lügenpresse‹ zu nennen, ist genauso blöd, wie wenn man seine eigene Hand der Unfähigkeit beschuldigt.
    Ganz ehrlich – ich verstehe euch nicht. Ich verstehe eure Wörter nicht und ich verstehe eure Gedanken nicht. Ich kann nicht nachvollziehen, was ihr wollt. Ihr seid mir ein Rätzel.
    Euch anderen verstehe ich aber auch nicht. Warum sagt ihr nichts? Warum steht ihr nur rum? Warum habt ihr keinen Standpunkt?
    Ich meine nicht euch, die ihr die ganze Zeit etwas schreibt und es klar sagt. Ihr seid prima! Ihr habt Style.
    Aber ihr dahinter, die nur still mit den Achseln zuckt – was muss geschehen, dass ihr wach werdet? Wann schaut ihr euch um? Muss es schon wieder soweit kommen, dass ihr sagt, ihr habt ja nichts gewusst? Wann steht ihr auf? Wann geht ihr los?
    Sagt doch mal was!
    Gruß,
    Sebastian

    Schreiben gegen Rechts

    Anna Schmidt von ‘Bunt und farbenfroh …‘ rief zu einer Blogparade auf, bei der ich gerne mitmachen möchte.
    Eigentlich bin ich auf ein paar anderen Blogs auf die Parade gestoßen und eigentlich mache ich bei solchen Sachen nicht so gerne mit, da es nicht in den Kontext meiner Geschichte passt. Winter meinte allerdings, dass ich meine Gedanken dazu niederschreiben sollte.
    Auf Facebook sah ich einen ›anrührenden‹ Beitrag, in dem ein paar Menschen erklärten, dass die aktuelle Politik ihre Identität und ihre Kultur zerstören will. Zuwanderer bringen dabei ihre ›Leitkultur‹ durcheinander.
    Meine erste Reaktion war ein tiefsitzender Groll. Wenn es der Kultur dieser Personen schadet, dass Menschen, die keine Heimat mehr haben, denen man alles zerbombt hat, was sie früher einmal besaßen, in unserem Land geholfen wird, dann ist es an der Zeit, dass diese Kultur untergeht.
    Ich möchte auch nicht Teil einer Gesellschaft sein, die sich abschottet, nur weil sie Angst vor Anderen haben. Wenn das Deutschland ist, dann bin ich kein Teil von ihm.
    Xenophobie bezeichnet man die Angst vor den Fremden. Sie ist evolutionär gewachsen. Wenn ein Uhrmensch keine Angst vor den Fremden hatte, dann wurde er schnell von diesem überrollt. Dass kleine Kinder ›fremdeln‹ ist ebenfalls ein Überbleibsel dieser Angst. Wir sollten daher diese Phobie verstehen – sie ist wie der Blinddarm unserer Zivilisation – evolutionär gewachsen, meist nutzlos und häufig der Grund für Bauchschmerzen .
    Zuwanderer von Osten bedeuteten in früheren Zeiten eine Änderung der Kultur. Die Kelten kamen aus Persien und überrannten die Urvölker in Europa. Die Germanen kamen ebenfalls von außerhalb über unser Land – genauso wie die Angelsachsen und die ganzen Anderen.
    Das Christentum verbreitete sich ebenfalls aus dem Osten.
    Jede dieser ›östlichen‹ Bewegungen veränderte die Kultur und gab dem Land eine neue Identität. Die Angst, dass eine Änderung von außen unser Land verändert, ist daher nicht unbegründet.
    Genauso wurde unser Land durch Dönerbuden und chinesische Restaurants verändert und Anglizismen verändern unsere Sprache.
    Was will ich jetzt damit schreiben?
    Zunächst dürfen wir der Angst nicht verleugnen, aber ihr auch nicht nachgeben. Wir sind nicht Tiere, die ihren Instinkten folgen. Außerdem müssen Veränderungen nicht schlecht sein. Eine Kultur muss leben und sich verändern. Dazu ist sie da. Was sich nicht verändert ist tot.
    Wenn man will, dass die guten Sachen überleben, dann muss man sie bewusst leben.
    Leben wir daher das, was wir an uns lieben und nehmen das auf, was wir vielleicht an anderen besser finden. Dann geht die Entwicklung in die richtige Richtung. Dann werden wir am Ende stärker sein, als vorher.