Winter 2016 – Kapitel 5

An der Haustür der Wohnung, in der ich noch heute morgen mit Winter war, stand kein Namensschild. Außerdem war auch niemand da. Ich klingelte so lange, bis der fast modisch bekleidete Nachbar erneut erschien und mich anschnauzte. Er meinte, dass wenn ich nicht sofort das Haus verließe, er die Polizei rufen würde. Dabei wählte er eine falsche Grammatik und einen viel zu lauten Ton.
Eigentlich traute ich ihm einen Anruf bei der Obrigkeit kaum zu. So wie er aussah, konnte er wahrscheinlich  sein Gehirn nur unter Schmerzen zur Arbeit zwingen, geschweige denn eine Telefonnummer wählen. Mit Hilfe der modernen Technik war allerdings Einiges möglich.
Mein Telefon summte. Schnell griff ich in meine Jackentasche und war überrascht, dass das Dingen noch ein leichtes Summen von sich gab. Das Display war an mehreren Stellen geplatzt und eine Ecke war verschwunden. Der Kampf vorhin war nicht spurlos an dem Mobilfunktelefon geblieben.
Prüfend betastete ich mein Gesicht.
Das Summen ertönte erneut und ich versuchte, den Anruf anzunehmen, wobei ich mir beinahe eine Glasscherbe unter die Haut trieb. Mit diesem Handy konnte man ab sofort auch Möhren reiben.
Auf der anderen Seite erklang eine Frauenstimme. Vorsichtig hielt ich den Hosentaschen-Strahlenempfänger an mein Ohr, wobei ich einen Abstand einhielt, der mein Misstrauen gegenüber dem gesprungenem Glas entsprach. Es müssen ungefähr 20 cm gewesen sein, was letztendlich ein geschrieenes Telefonieren nötig machte.
Die Stimme am anderen Ende erkannte ich zu spät und sagte fragend: »Frühling?«
Mehrere über die Distanz unverständliche Worte erklungen. Etwas lauter und jede Silbe betonend rief ich: »Du musst lauter sprechen. Mein Handy ist kaputt.«
Ein paar Silben drangen kaum zu mir hinüber. Mein Hirn formte aus ihnen den Satz: »Der Schlüssel liegt unter der Türmatte.«
Schnell bückte ich mich und war überrascht darunter tatsächlich einen Schlüssel vorzufinden. Ich rief »Danke!«, und nahm ihn an mich.
Die Nachbartür öffnete sich erneut und ich sah lediglich zwei Augen im Halbdunkeln glühen.
Mit einem Nicken sagte ich: »Mein Handy hat schon bessere Zeiten erlebt. Meine Freundin hat mir übrigens den Schlüssel unter die Türmatte gelegt.«
Der Urmensch schnaubte: »Das habe ich gesehen. Warum gehen sie nicht rein und machen ihren Lärm drinnen? Außerdem überrascht es mich, dass die Eisprinzessin Feeunde hat.«
Ich verzog das Gesicht und sagte: »Sie ist nur so eine Bekannte, nicht meine Partnerin.«
»Sie kennen sie also nicht richtig?«
Schnell drehte ich den Schlüssel im Schloss, huschte hinein und zog die Tür hinter mir zu.
Als ich auf das zerstörte Display blickte, merkte ich, dass mein Gespräch mit Frühling getrennt wurde. Dieses Gespräch konnte allerdings auch warten. Viel wichtiger war es, Winter zu finden.
Ich durchstreifte die Wohnung, immer darauf gefasst, dass Winter aus einem Schrank oder unter einem Bett oder Möbel hervorspringen könnte. Das hätte ich zwar Frühling eher zugetraut, aber die Möglichkeit war zumindest gegeben.
Die Küche war leer. Es sah nicht so aus, als hätte hier jemals jemand gelebt. Der Kühlschrank war abgeschaltet und klinisch rein. Er roch, als hätte man ihn vor kurzem desinfiziert. Vielleicht war er auch gerade erst geliefert worden.
Die Herdplatten waren unbenutzt. Es war nicht so, als wären sie lange nicht mehr benutzt, sonder eher so, als wären sie noch nie benutzt worden. Winter hatte anscheinend wenig Ambitionen sich häuslich zu betätigen. Allerdings konnte das auch einer dieser magischen Tricks sein, mit denen mich Sommer beeindruckt hat. Ein Wisch und schon räumte sich ein Zimmer selbst auf.
Ich für meinen Teil gab die Küche auf. Hier war Winter definitiv nicht.
Das Badezimmer war ähnlich klinisch rein, wie die Küche. Im Spiegelschrank standen keine Utensilien, wie man sie in einem normalen Haushalt fand. Es fehlten Scheren, Schminkzeug, Medikamente und selbst die Zahnbürste war nicht aufzufinden.
Im Spiegel registrierte ich, dass mein Gesicht in den alten Zustand zurückgerückt war. Jetzt sah ich wieder ganz normal aus. Der Zauber war verflogen.
Sonst bot das Badezimmer wenig Überraschungen. Winter hatte im letzten Jahr noch in einer anderen Wohnung gewohnt. Vielleicht war diese hier tatsächlich nur ein temporärer Unterschlupf – eine Art ›Safehous‹.
Ich bückte mich unter die Spüle und durchwühlte den Unterschrank. Auch hier waren keine Spuren der Bewohnerin. Fein sortiert lagen ein paar Toilettenpapierrollen aufeinander – brav in Reih und Glied und rechtem Winkel.
Ich schüttelte den Kopf und begab mich ins Schlafzimmer.
Das Bett war durchwühlt. Das war tatsächlich die Tatsache, die mir sofort auffiel. Die Schränke hingegen waren alle leer.
Winter musste nicht schlafen, daher war ihre unordentliche Schlafstätte tatsächlich außergewöhnlich. Aber vielleicht hatte sie das auch extra gemacht.
Ich versuchte, mich zu erinnern, wie ihre andere Wohnung ausgesehen hatte. Ich stand zwar nur davor und sie hatte mich nicht hineingebeten, allerdings konnte ich hinter ihr einen Blick erhaschen.
Im Wohnzimmer erklang ein elektronisches Piepsen.
Es war das Telefon. Als ich abhob, meldete sich Frühling. Sie klang gereizt.
»Wo ist meine Schwester?«
»Wenn Du das nicht weißt, wie sollte ich das dann wissen?«
Auf der anderen Seite wurde es still.
Ich sagte: »Es ist gar nicht Deine Art, keine Späße zu machen.«
»Ich spürte, dass irgendetwas schief läuft. Über Jahrhunderte hatte ich nicht mehr dieses Gefühl. So als liege ein Gewitter in der Luft, obwohl sich noch keine Wolke blicken lässt.«
»Sehr poetisch.«
Erneut schwieg Frühling. Kurzzeitig überlegte ich, wie sehr sich die Jahreszeiten von einem zum anderen Jahr änderten. Vielleicht hatten die weisen Greise nicht recht, dass ein Jahr wie das andere ist.
Als ich Frühling zum ersten Mal traf, war sie eine gefährliche Witzboldin, deren Späße leicht lebensbedrohliche Ausmaße einnehmen konnten. Sie war eine Mischung aus Pipi Langstrumpf und dem Joker aus Batman.
Jetzt klang sie besorgt.
Sie sagte: »Unsere Verbindung ist abgebrochen. Normalerweise weiß ich wo sie steckt, auch wenn es mich nicht interessiert. Das ist, wie dieses Programm, welches Handy orten kann. Solange man seine Kinder damit nicht überwacht, ist es nur in absoluten Notfällen wichtig.«
»Dein Sinn reagiert, wie Apples ›FIND MY PHONE‹?«
»Bei uns ist die Grafik besser – viel realer.«
Einen Augenblick schwieg Frühling. Dann sagte sie: »Was ist passiert?«
»Wir haben uns mit zwei Typen auf dem Marktplatz angelegt. Eine Blondine und ein Kerl mit Kapuzenpulli. Die Dame hätte mich fast zerlegt. Der Andere kümmerte sich um Winter. Ich habe nicht mehr ganz mitbekommen, was mit Winter passierte. Irgendwann gingen bei mir die Lichter aus.«
»Das kann doch eigentlich gar nicht passieren. Es müssen Unsterbliche gewesen sein.«
»Oder die Bösewichte aus Superhelden-Comics. So oder so – wir haben versagt.«
Frühling schwieg erneut.
Ich wartete darauf, dass sie etwas sagte.
Nach einer halben Ewigkeit sagte sie: »Die Polizei müsste jetzt schon vor Deiner Tür stehen. Das wollte ich Dir nur kurz sagen, bevor wir die Verbindung verlieren.«
»Du hast mich verpfiffen?«
»Nicht wirklich. Spaßig wird es trotzdem. Mal sehen, wie Du Dich da rausholst.«
Dann war die Leitung tot.
Der letzte Kommentar klang schon wesentlich mehr nach Frühling.
Mit wenigen Schritten eilte ich in den Flur. Panisch überlegte ich, was ich jetzt machen sollte. Die Kugeln der Polizisten würden mich nicht töten. Trotzdem war ich so erzogen worden, Obrigkeiten zwanghaft zu gehorchen. Einen Kampf schloss ich aus.
Ich legte mein Ohr an die Tür und konnte höhren, dass draußen jemand stand.
Dann riss ich meinen Kopf zurück. Vor der Tür wurde etwas zertrümmert. Ein paar Menschen riefen sich etwas zu. Schnelle Schritte erklangen aus der Nachbarwohnung.
Ein zunächst irritierter, dann im Laufe des Satzes höchst beunruhigter Mann schrie: »Eh, was wollt ihr hier?«
Befehle wurden gebellt.
Die Stimme antwortete: »Ich hatte nur einen Scherz gemacht. Ich hätte euch nie wegen Ruhestörung gerufen. Außerdem war es der Nachbar.«
Blitzschnell drehte ich mich um. Durch die falsche Auswahl der Wohnung hatte ich ein paar Sekunden Zeit gewonnen. Vielleicht gelang mir doch noch die Flucht.
Ich rannte ins Schlafzimmer. Mit einem professionellen Blick aus dem Fenster suchte ich nach Möglichkeiten aus dem Haus zu kommen.
In einem Action-Adventure würde ich vom Fenster zum nächsten Haus springen und mich dort an der Fassade herabhangeln. Zwei Gedanke spielten in meinem Kopf kurz fangen, bis sie sich gegenseitig eingeholt hatten.
Schnell öffnete ich das Fenster, kletterte auf die Fensterbank und sprang hinab. Zum Glück war ich diesmal stärker als meine Furcht, die sich allerdings während des Fluges meldete und zu bedenken gab, dass der Sturz mich vielleicht nicht tötete, allerdings bestimmt nicht ohne Schmerzen lassen würde.
Mit den Armen lenkte ich den Flug und kam direkt auf den Füßen auf. Etwas knackte merkwürdig, als ich in die Hocke ging und zu einem Abroller ansetzte. Sich abzurollen ist bei einem Sprung aus großer Höhe immer wichtig. Auch dies hatte ich aus Computerspielen gelernt.
Leider knallte ich dabei frontal mit dem Gesicht auf den Boden, da meine Arme etwas zu langsam waren. Der Schlag trieb mir die Tränen in die Augen.
Während ich vorsichtig mein Gesicht vom Boden löste, schwor ich mir, das Abrollen zu üben. Wenn diese Fluchten anscheinend ab sofort auf der Tagesordnung standen, sollte ich bei der nächsten etwas geschickter agieren.
Ich stand auf und rannte los, was mich allerdings nur um die nächste Ecke des Hauses brachte, bis ich keine Luft mehr bekam. Irgendwann sollte ich meine Einstellung gegenüber Sport überdenken.
Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich einmal in einer Vorstellungsrunde, nachdem 20 Leute vor mir mit ihren famosen Bewegungs- und Rumhüpf-Hobbys angaben und dafür individuell Bewunderung einheimsten – Squash galt damals schon als eine der hipsten und gefährlichsten Betätigungen überhaupt, direkt nach dem professionellen Bungee-Jump – vor der gesamten Belegschaft den Satz aussprach: »Ich bin unsportlich und stolz darauf.«
In Hinblick auf meine brennende Lunge, war ich an dieser Stelle meiner Geschichte weitaus weniger stolz auf mich, zumal ich die falsche Hausecke auserkoren hatte.
Vor mir standen drei Einsatzwagen und mindestens vier wartende Beamte direkt davor. Einer von ihnen erkannt mich sofort. Er hatte einen Walrossbart im Gesicht und schien einigermaßen überrascht mich hier zu sehen.
Mein Gehirn entschied, dass mich meine Lunge nicht umbringen würde, wendete meinen Körper und führte ihn, weniger elegant jedoch effektiv, so schnell es konnte fort vom Ort des Geschehens. Hinter meinem Rücken wurden Befehle gebellt, deren Bedeutung nicht schwer zu verstehen waren.
Ich blickte mich um. Vor mir erstreckte sich das Gleichmaß an hohen Häusern und Eingängen, die sich alle nicht als Versteck nutzen ließen.
Hasen sollen bekanntlich Vorteile haben, weil sie sich im Zickzack bewegen. Eine ähnliche Taktik war hier vielleicht ebenfalls angebracht.
Schnell huschte ich in die nächste Seitengasse, wobei das Adjektiv ›schnell‹ nicht wirklich passte. Wahrscheinlich hatten mindestens zwei der Beamten mich schon gesehen, bevor ich überhaupt abgebogen war.
Hier in der Nähe musste ein kleines Waldstück sein. Wenn ich dies erreichte, wäre ich vielleicht in Sicherheit.
Diese Idee stellte sich letztendlich als ziemlicher Blödsinn heraus. Auf der einen Seite erreichte ich tatsächlich den Wald, bevor mich einer der Polizisten einholen konnte, auf der anderen standen die Bäume so weit auseinander, dass ich mich auch auf eine offene Straße hätte stellen können. Ich verfluchte im Stillen mein Glück.
Als wäre es nicht genug gewesen, dass Winter und ich vor kurzem in Handschellen in ein Einsatzfahrzeug saßen, musste ich diese Situation tatsächlich noch einmal durchleben.
Ich hatte mich hinter einem Baum versteckt, was ungefähr so effektiv ist, wie das Verstecken vor seinen eigenen Händen – bei Babys sorgt dies vielleicht noch zu Überraschung, bei Erwachsenen dagegen eher für Unglauben. Der Mann in Uniform tippte mir auf die Schulter und sah mich kopfschüttelnd an.
Leise vor mich hinbrummend sagte ich: »Wie haben sie mich nur gefunden?«
»Man kann ihren Pulli auf einem Kilometer leuchten sehen.«
»Vielleicht hätte ich eine weniger auffallende Kleidung wählen sollen?«
»Die meisten professionellen Verbrecher stehen auf Schwarz.«
»Das ist jetzt etwas rassistisch.«
»Das war nicht auf die Hautfarbe gemünzt.«
Er schnappte meine Hand und ließ das kalte Eisen einrasten.
Ich sagte: »Eigentlich hatte ich erwartet, dass ich in den kalten Lauf einer Knarre blicken würde.«
»Wir können das noch nachholen, wenn Sie darauf bestehen.«
Während er meinen zweiten Hand fesselte, dachte ich an die Gelegenheit zurück, als man mich nachts angehalten hatte um mich zu fragen, ob ich etwas getrunken hatte und ich nur erwiderte: »Leider nein, aber darf ich trotzdem mal pusten?«
Das hatte sich als eine dumme Idee herausgestellt, da Polizisten ab 2 Uhr nicht unbedingt zu Späßen aufgelegt sind, weshalb ich diesmal antwortete: »Eigentlich machen Sie Ihre Arbeit auch jetzt schon sehr souverän. Da kann ich auf den Anblick Ihrer Dienstwaffe gerne einmal verzichten.«
Mittlerweile hatten sich noch weitere Herren in Blau zum Treiben dazugesellt und schubsten mich in die Richtung, in der ihre Fahrzeuge standen.
Auf dem Weg trafen wir auf Herrn Paul, der uns rotgesichtig und schwer atmend entgegen wankte. Als er mich sah, erhellte sich seine Mine und er sagte: »Haben wir sie doch bekommen.«
Der Beamte, der mir die Arme hielt, meinte trocken: »Das war nicht besonders schwer.«
Dem Kommissar sah man an, dass ihm diese Erwiderung nicht ganz passte. Er murmelte: »Ich muss dringend mehr Sport treiben.«
Ich nickte und sagte: »Das war auch mein Gedanke.«
»Wollen sie sich jetzt über mich lustig machen?«
Nachdem man mir auf dem Revier meine Rechte vorgelesen hatte, fragte ich nach meinem erlaubten Anruf. Herr Paul sah mich überrascht an und sagte: »Sie wollen jetzt schon ihren Anwalt einschalten? Dann haben Sie also etwas zu verbergen?«
Stockend antwortete ich: »Eigentlich wollte ich meine Mutter anrufen, damit sie mir die Zahnbürste bringt, weil es doch so aussieht, als würde es diesmal länger dauern.«
»Beim letzten Mal war ihr Besuch nicht von Dauer.« Er ließ eine Kunstpause, in der er sich den Schnäuzer rieb und fuhr dann fort: »Diesmal wird ihre Partnerin sie nicht befreien?«
Die Augen nach oben verdreht, sagte ich: »Sie ist nicht meine Partnerin. Wir sind nur befreundet.«
»Jetzt sind sie also befreundet? In der Vergangenheit nannten sie sie noch abwertig ›Zugelaufene‹.«
»Lediglich ein Status.«
Der Kommissar glotzte mich an, als wolle er meine Größe schätzen, und sagte: »Wie haben sie es überhaupt hinbekommen, hier aus der geschlossenen Kammer zu fliehen? Hat sich ihre Freundin in Nebel aufgelöst, wie sie es geplant hatte?«
Ich schüttelte den Kopf und sagte: »Sie hatte nichts damit zu tun. Mitten in der Nacht bin ich wach geworden und da standen alle Türen auf und ihre Leute schliefen tief und fest. Es war Magie.«
»Dass der Schlaf nicht natürlich war, hatten wir uns schon gedacht. Es muss irgendein Gas gewesen sein. Wie haben sie das bloß in die Zelle geschmuggelt?«
Ungeduldig scherzte ich: »Die Gasflaschen hatte ich mir vorher ganz tief in den Hintern gesteckt, so dass sie sie nicht finden konnten.«
Herr Paul schien zu strahlen, als er sagte: »Das ist ein sehr gutes Versteck. Diesmal lasse ich sie ausgiebig an dieser Stelle untersuchen.«
Ich verzog mein Gesicht und machte mir die zweite Notiz, dass der Mann vor mir weder Ironie noch Sarkasmus verstand.
Der Kommissar drehte sich um und griff nach einem veralteten Telefon, welches auf dem Tisch neben ihm stand. Der dunkelgrüne Ton des Geräts ließ mich für einen Augenblick vermuten, dass sich auf der Frontseite eine Drehscheibe befinden würde.
Ich sagte: »Ihr Equipment scheint vorsintflutlich. Außerdem brauche ich mein Telefonbuch, sonst finde ich die Nummer meines Anwalts bestimmt nicht.«
Der Mann vor mir schüttelte den Kopf und sagte: »Kein Mensch kennt mehr Telefonnummer auswendig. Das ist alles so traurig.«
»Wenn man das Telefon sieht, möchte man darauf lieber trommeln, als es sich ans Ohr zu halten.«
Herr Paul fischte mein Handy aus seinem Schreibtisch, was auf meiner Stirn eine Falte zauberte.
Ich sagte: »Haben sie verdächtige Aktivitäten darauf sichergestellt?«
Herr Paul schüttelte den Kopf und sagte: »Sie scheinen ein langweiliger Durchschnittsbürger zu sein, mit den typischen Vorlieben für Porno-Seiten.«
»Wenn Sie meinen, dass mich das jetzt rot werden lässt, haben sie sich geschnitten.«
Schnell durchsuchte ich meine Kontakte.
Erneut überraschte es mich, wie viele Juristen ich kenne und fragte mich, ob die selektiven Studentenschwämme, konzentriert auf nur eine Handvoll Fächer, dazu führten, dass momentan jeder Deutsche mindestens einen Juristen, Kaufmann oder Arzt kennt. Meine Prognose vor wenigen Jahren war, dass irgendwann an jeder Straßenecke ein Jurist stehen würde, der für einen geringen Obolus einen Ratschlag des Tages absondern wird.
Diese Prognose war nicht eingetreten. Anscheinend hatte der Schwierigkeitsgrad des Studienfachs dazu geführt, dass es doch nicht so viele davon gab. In anderen Fächern sah das anders aus. Von abgehobenen Kaufmännern, BWLern und WiWis, ohne jegliche Verbindung zum ordinären täglichen Leben und seinen Regeln, gibt es heutzutage überaus viele.
Ich wählte aus meinen Kontakten einen Jurist, der sich auf Strafrecht spezialisiert hat und der in der Nähe wohnte und hatte schon beim Wählen ein schlechtes Gewissen. Wir hatten uns schon vor ein paar Jahren aus den Augen verloren, was direkt an meiner Schlampigkeit liegt, mich so gut wie nie zu melden.
Eine Stimme meldete sich: »Hallo Bob?«
»Hallo Markus, ich brauchte Deine Hilfe.«
»Was ist passiert?«
Das letzte mal, dass ich mich gemeldet hatte, durfte ich Mahngeld bezahlen, weil ich illegal etwas aus dem Internet geladen hatte. Seit den heutigen Streaming-Diensten war diese Geschichte schon lange in Vergessenheit geraten.
»Ich stecke da in juristischen Schwierigkeiten und brauche Deine professionelle Hilfe.«
»Um was geht es? Hast Du schon wieder schlimmste Piraterie betrieben und wursten angeschrieben?«
»Die Polizei hat mich festgenommen, weil sie glauben, dass ich etwas mit den Anschlägen zu tun habe.«
Es kehrte eine Pause ein, in dem Markus anscheinend darüber nachdachte, ob ich ihn wohl gerade verarschen wollte. Er kannte mich eigentlich eher als der Spießer, der ich tief innerlich auch bin.
»Hast Du was mit den Anschlägen zu tun?«
»Ich befürchte, dass ich jeweils das Ziel der Anschläge war. Die Bomben habe ich aber nicht gebaut.«
»Erzähl mir mehr.«
In Folge erzählte ich von den Begebenheiten der letzten Wochen, während mir Herr Paul gebannt zuhörte. Ich hatte nichts vor ihm zu verbergen.
Nach dem Telefonat wurde ich in die mir bekannte Zelle verfrachtet. Es war nicht ganz so, als würde ich nach Hause kommen, da ich den kargen, eher rustikal eingerichteten Raum keinerlei euphorische Gefühle entgegenbrachte. Trotzdem freute ich mich über das Bett.
Die letzten Sonnenstrahlen fielen durch die Gitter und zeugten schwarze Schatten über den gefliesten Boden. Es war, als hätte jemand ein Kreuz auf den Boden gemalt.
Mit einem Schlag wurde die Tür hinter mir geschlossen. Es folgten keine hämischen Bemerkungen, wie man sie auf Filmen kennt.
Ich ließ mich auf das Bett fallen und vergrub das Gesicht in den Kissen. Diese rochen muffig. Anscheinend hatte man das Bettzeug nicht gewechselt oder die Kissen waren alt.
Kurz dachte ich darüber nach, wie ich das letzte Mal mitten in der Nacht den Raum wieder verlassen hatte. Diesmal würde es wahrscheinlich nicht passieren.
Die Müdigkeit überrannte mich, wie die wilden mongolischen Horden Peking. Mein Körper zerfiel in tausend Teile und löste sich auf. Winter brauchte keinen Schlaf. Wenn ich vielleicht mehr Jahre lebte, würde ich ebenfalls keinen mehr brauchen. Aber jetzt konnte ich ihn nicht aufhalten.
Eine Hand tippte mir auf die Schulter und ich stand vor dem blonden Racheengel, der mich auf dem Marktplatz hemmungslos verdroschen hatte. Sie lächelte mich an und flüsterte: »Diesmal wird es nicht so weh tun.«
Ich zuckte zurück und wusste ganz plötzlich, dass dies nur ein Traum war.
Die Dame schlug mir ihre Hand ins Gesicht. Noch bevor sie mich berührte, fing ich sie ab und hielt sie fest. Ein Lächeln lag auf meinem Gesicht.
»Diesmal bin ich auch im Vorteil, da dies mein Traum ist.«
Ganz plötzlich schlug ihr Knie in meine Weichteile und ich krümmte mich vor Schmerzen.
»Egal wo wir sind, ich bin immer noch stärker.«
Von hinten trat eine Gestalt auf die Frau zu. Er packte sie am Kragen und hielt sie hoch. Die Gestalt war Morpheus, der Herr des Schlafes, den ich letzte Jahr kennengelernt hatte.
Er lächelte mich an und sagte: »Genießt Du Deine Träume?«
Gekrümmt auf dem Boden liegend sagte ich: »Hatte schon bessere.«
Mit einem Ruck warf er meine Angreiferin hinter sich und klatschte dann in die Hände. Ich sagte: »Danke für die Hilfe.«
»Hättest bestimmt gar keine gebraucht, wie ich Dich kenne.«
Ich stand auf und klopfte mir den Staub von der Kleidung. »Du weißt nicht zufällig, wo Winter ist?«
»Jemand der nicht schläft, ist für mich schwer zu finden. Ich bin mir allerdings sicher, dass sie nicht in Schwierigkeiten ist.«
Auf einmal merkte ich, dass es um mich heller wurde. Mir wurde bewusst, dass ich aufwachte. »Weißt Du, wer meine Angreifer sind?«
Morpheus lächelte breit und sagte: »Ja.«
Dann wachte ich auf.
Herr Paul stand im Raum, als ich die Augen öffnete und hatte ein breites Grinsen im Gesicht. Er sagte: »Schon wach?«
Diese höllischen Morgenmenschen waren bisher immer mein Problem gewesen. Ihre gute Laune durchlöcherte meine Verteidigung aus tief sitzendem Ärger darüber wach zu sein. Diesmal war meine Laune noch ein wenig schlechte, da sich Morpheus so bedeckt gehalten hatte.
Ich sagte: »Hätten sie mich nicht geweckt, hätte ich jetzt vielleicht die Namen der Terroristen und ihr Motiv.«
»Sie ermitteln im Schlaf?«
»Sie wissen gar nicht, was ich alles im Schlaf kann. Da ist eine Ermittlung noch die geringste meiner Leistungen.«
»Ich würde sie gerne ins Verhörzimmer bitten, da wir noch ein paar Fragen an Sie haben, bevor sie in ein anderes Gefängnis verlegt werden.«
»Sie bringen mich hier raus? Anscheinend hab ich auch hier keine feste Bleibe gefunden.«
»Es wäre nicht zulässig, sie weiter in dieser Zelle zu halten. Diese ist nur für kurze Übernachtungen gedacht.«
Er drehte sich um und winkte, damit ich ihm folgte. Den Weg zum Verhörraum kannte ich mittlerweile. Ich hätte ihn auch selbst gefunden.
Nachdem ich mich setzte, sagte ich: »Eigentlich sollte bei einem Verhör doch mein Anwalt dabei sein.«
»Das wollte ich ihnen gerade sagen. Er wird nicht kommen. Sie haben das Recht auf einen Pflichtverteidiger.«
Überrascht sah ich ihn an. Ich sagte: »Warum kommt er nicht?«
Herr Paul fischte sein Handy aus der Tasche, drückte ein paar Tasten und gab mir den Apparat.
Am anderen Ende meldete sich Markus.
Ich sagte: »Du willst mich nicht verteidigen?«
Er stotterte und klang verunsichert. »Ich – ich – kann Deinen Fall leider nicht annehmen. Private Verpflichtungen.«
»Was ist denn dazwischen gekommen?«
In der Leitung kehrte Stille ein. Dann sagte Markus sehr leise: »Ich habe heute Morgen einen Anruf bekommen.«
»Ist was passiert? Geht es Deiner Frau nicht gut? Ist was mit Deinen Eltern?«
»Nein das ist es nicht. Aber man riet mir eindringlich, mich nicht mit Deinem Fall zu beschäftigen. Er ist sowieso zu groß für mich. Normalerweise mach ich nur Diebstähle und Betrugsfälle.«
»Aber ich bin unschuldig.«
»Ich kann nichts machen.«
Es konnte kein Chef gewesen sein, der Markus beunruhigt hatte, da er mit seiner Kanzlei selbstständig war.
Ich sagte: »Wer hat Dich eingeschüchtert?«
»Da war so eine Frau. Es tut mir leid, ich kann Dir nichts sagen.«
Dann wurde die Leitung unterbrochen.
Ungläubig starrte ich Herrn Paul an.
Herr Paul lächelte immer noch. Er sagte: »Ich würde gerne von ihnen wissen, wo ihre Partnerin ist.«
Wie ein Mantra sagte ich: »Nicht meine Partnerin. Nur eine Bekannte.«
»Ich will wissen, wo ihre Komplizin ist.«
»Jetzt wollen sie auf einmal? Sie wissen doch: Kinder die was wollen…«
»Wo ist sie?«
Jedes seiner drei Worte hatte eine Spitze, die sich in mein Fleisch bohren sollte. Anscheinend versuchte er es mit dem ›böse Bulle‹-Trick. Irgendwie verpuffte der Effekt allerdings, wenn man sich den kleinen Otter vor mir genau ansah. Wie konnte so ein glitschiges Exemplar Angst erzeugen?
Ich sagte: »Da sie weder Komplizin noch Partnerin ist, sieht sie keine Notwendigkeit mir zu sagen, wohin sie geht. Ich kann ihnen allerdings versichern, dass selbst ihre Familie nach ihr sucht. Wenn die sie nicht finden, wird es wohl niemand schaffen.«
»Wo haben sie sie das letzte Mal gesehen?«
»Auf dem Marktplatz, auf dem sie gerade diesem dunklen Typen unterlag. Es sah nicht gut für sie aus.«
»Man hat sie umgebracht?«
»Das wird wohl schwer möglich sein. Sie ist unsterblich. Ich übrigens auch. Wenn sie wollen, kann ich das auch beweisen. Sie müssten nur ihre Waffe ziehen und versuchen mich zu erschießen.«
»Sie sind total wahnsinnig. Sind das alles nur Spielchen für sie? War es nur ein perverses Abenteuer, was sie bestehen wollten?«
»Sicherlich hab ich ab und zu auch Gewaltphantasien. Jedoch lebe ich diese grundsätzlich nicht aus. Wie ich schon oft genug gesagt habe, so haben Winter und ich weder Bomben gebaut noch sie gelegt. Wir sind selbst Opfer.«
»Opfer sehen in der Regel anders aus.«
»Ich kann nicht beurteilen, wie ich aussehe, aber wenn sie mich sehen, dann sehen sie ein Opfer. Selbst Jugendliche auf der Straße bezeichnen mich so.«
Ich machte eine theatralische Pause und fügte dann hinzu: »Jetzt würde ich gerne meinen Verteidiger kennenlernen. Es muss doch hier irgendwo einen geben.«
Herr Paul verdrehte die Augen und sagte: »Wir bringen sie jetzt in die Großstadt. Dort gibt es ein tolles Plätzchen ganz für sie alleine. Und am Nachmittag wird man ihnen dann ihren Verteidiger vorstellen.«
Ich nickte und lehnte mich zurück.
Die Typen in Blau verpassten mir erneut Handschellen. Langsam kehrte dabei eine Art Gewohnheit ein.
Ich entdeckte den Beamten unter ihnen, der mir gestern die Flucht vereitelt hatte und wünschte ihm einen guten Morgen. Er starrte mich irritiert an. Mit einem Lächeln fragte ich: »Wie geht es Ihnen heute?«
»Heute hab ich eigentlich frei, deshalb hab ich nicht besonders gute Laune. Diese ganzen Überstunden machen mich fertig. Zum Glück ist nach der Fahrt heute für mich Schluss.«
»Es tut mir leid, dass ich der Grund für ihre Überstunden bin.«
»Dafür können sie ja nichts. Wir haben viel zu wenig Personal für viel zu viele Einsätze. Mal ist es ein Fußballspiel, mal sind es vermutliche Terroristen – wir wissen gar nicht mehr, wie wir das alles hinbekommen sollen.«
»Sie könnten ja z.B. auf die Blitzer-Tage verzichten?«
»Das mit diesen Tagen ist eine ganz andere Sache. Zum einen haben wir natülich Aufgabengebiete – wie z.B. Verkehr, Verbrechen und Schutz – zum anderen viel zu wenig Leute, so dass jeder mittlerweile alles machen muss. Wir sind fast schon soweit gekommen, dass die Leute im Büro auch blitzen müssen.
Die Lage ist angespannt.«
Er nahm meine Hände und schob mich vor sich durch die Tür.
Ich sagte: »Nicht, dass ich mich beschweren möchte, aber ich wäre auch ohne Schieben ihrer Aufforderung gerne nachgekommen.«
Der Beamte nickte und sagte: »Wenn dann alle etwas überarbeitet sind, passieren auch so Dinge, wie Polizeibrutalität und anderen Vorfälle, die man uns dann vorhält. Wir können nicht gewinnen.«
Ich ging ein paar Schritte schneller, damit der Herr hinter mir nicht noch einmal schieben musst. Schließlich wollte ich nicht dazu beitragen, dass er Probleme bekam.
Wir kamen draußen an einem blauen Bus an. Neben dem standen etliche Fotografen und ließen ein wildes und weißes Licht über mich ergehen.
Ich sagte: »Toll jetzt komm ich ins Fernsehen.«
Etwas leiser, kam es von hinten: »Die besagten 5 Minuten Ruhm.«
»Hoffentlich erkennt mich niemand. Ich habe mich heute Morgen gar nicht rasiert.«
»Das sollte das Geringste der Probleme sein.«
Schnell sprang ich in den Bus und verdrückte mich nach hinten auf die Bank.
Ich blickte in die Gesichter der Leute, die neben den Bus standen und nickte ihnen zu. Wirklich wusste ich nicht, welche Reaktion sie von mir erwarteten, sie blickten mich auf jeden Fall recht fassungslos an.
Die Fahrt würde nicht lange dauern. Ich kannte den Weg gut, da ich in der Nähe der Vollzugsanstalt in der Großstadt schon gewesen war. Der Polizist, der in meiner Nähe saß, hatte seine schlechte Laune kaum unter Kontrolle. Anscheinend wäre er lieber woanders.
Da er grummelnd und starr nach draußen sah, schaute ich mir ebenfalls lieber die Umgebung an, als ihn bei seiner schlechten Laune zu stören.
Wir fuhren ein Stück durch das Innenstadtgebiet. Aus der Ferne konnte ich Leute erkennen, die den Marktplatz aufräumten. Nach dem Anschlag und dem Kampf würde es wohl noch Wochen dauern, bis er den alten Flair zurückgewann.
Flüchtig sah ich eine Blondine, die in meine Richtung winkte. Ich konzentrierte mich auf die Dame. War es Winter?
Wir waren zu schnell an ihr vorbeigefahren und ich blickte neugierig aus dem Heckfenster.
Von der Figur passte es einfach nicht, sie wirkte ähnlich, allerdings nicht vertraut. Allerdings konnte die Jahreszeit auch in jedem Augenblick anders aussehen und eine andere Seite von sich zeigen.
Der Bus stoppte und ich blickte zurück nach vorne. Winter hätte mich hier rausgeholt, wenn sie es gewesen war.
Die Fußgängerampel war rot und ein Typ in Karputzenpulli ging langsam über die Kreuzung. Er hielt genau vor dem Bulli und blickte unterhalb seiner Karputze nach innen. Ich sah eiskalte, tiefblaue Augen in einem fast bleichen Gesicht. Seine Blicke waren direkt auf mich gerichtet.
Die Ampel sprang zurück und der fahrende Beamte wurde sauer, weil sich dieser Typ vor ihm nich aus dem Weg rührte. Er schrie nach draußen.
Ich konnte seine Worte nicht verstehen, da die Panik in mir hochstieg. Das hinter uns war nicht Winter. Das war mein ganz persönlicher Alptraum und wie ich es schon immer gewusst hatte, war der blond.
Ich blickte mich um und sah, dass der Verkehr hinter uns versiegt war. Eine einzelne Dame ging dem Bus entgegen. Ihre Haare wirbelten durch die Luft, als herrschte draußen ein Orkan, wobei sich rechts uns links kein Blatt rührte.
Sie war jetzt bis auf wenige Meter bei uns. Ich blickte mich wieder um, weil der Polizist am Lenkrad, der sich gerade noch lauthals beschwert hatte, plötzlich leise war. Er hatte den Kopf nach vorne gebeugt und schien zu schlafen. Die Tür zum Bus stand offen und der Karputzentyp stand davor.
Ich wendete mich zu dem Beamten an meiner Seite, doch der hatte seinen Kopf gegen das Fenster gelehnt und die Augen geschlossen.
Plötzlich schlich eine Müdigkeit in mir auf. Meine Arme und Beine sackten nach unten. Meine Augenlider waren so schwer, als hätte man daran Lastwagen aufgehängt. Mit aller Kraft kämpfte ich gegen die Schwere an, doch schließlich musste ich nachgeben. Die Welt um mich herum wurde dunkel und ich fiel in die Leere.

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