Der Stop Amazon

Mir haben einige meiner Leser zu meiner Publikation auf Amazon gratuliert – obwohl es hier eigentlich nichts zu gratulieren gibt.
Unter »Kindle Direct Publishing« kurz KDP (nicht zu verwechseln mit dem KDW in Berlin, wo es auf der obersten Etage so tolle Gerichte gibt) lässt sich sämtlicher Schrott auf der Festplatte veröffentlichen. Damit wirbt die Plattform sogar!
Dazu muss man ›lediglich‹ einen Fragebogen ausfüllen, der mich fast in den Wahnsinn getrieben hat.
Am Publikations-Vorgang ist dies wohl das Komplizierteste, was ein späterer Autor durchlaufen muss.
Hier heißt es: Alle Angaben für die spätere Steuer – der Autor will ja schließlich auch verdienen – auch richtig zu setzen, ohne hinterher von einem freundlichen, blaubekleideten Beamten auf seine Rechte aufmerksam gemacht zu werden, während um die eigenen Hände ein Paar Handschellen zuschnappen.
Wahrscheinlich fantasiere ich hier ein wenig, aber das wird einem Fantast doch hoffentlich erlaubt werden!?
Na ja – die Angaben sind auf jeden Fall der letzte Fallstrick. Der Rest ist mit ein paar lustigen Klicks fertiggestellt.
Jetzt kann man meinen Erguss sowohl als Taschenbuch, wie auch als EBook ergattern. Dazu muss man lediglich ein paar Euro bezahlen.
Das Ganze läuft hier:

https://www.amazon.de/Die-geheime-Tür

(Sollte der Link nicht funktionieren, dann bitte melden).

Das Buch wurde von mir alleine publiziert. Das heißt, dass leider Niemand Korrektur gelesen hat. Außerdem fehlt ein professionelles Layout.
Ich hätte gerne eine Tür in einem Felsen auf dem Cover. Außerdem sollte das gesamte Konzept eher bunter und ansprechender sein, da es sich ja hier um ein Kinder/Jugendbuch handelt.
Wenn ich etwas entwerfe, wird es Schwarz/Weiß und etwas trostlos.
Ob dies daran liegt, dass ich in meiner Jugend, als ich noch lebte, der »schwarzen Szene« nahe stand oder ob ich insgesamt ein eher trister und trostloser Mensch bin, müssen Andere bewerten.
Wobei wir das Thema »Trostlos« jetzt sofort verlassen …
So schnell wollte ich mich nicht wiederholen.
Tatsache ist, dass JEDER sehr schnell auf Amazon publizieren kann. Egal was er noch an Text auf seiner Festplatte hat, hier bekommt er die Sachen an den Mann oder die Frau.
Selbst wenn ihr alle eure Text auf euren Blog als Buch veröffentlichen wollt, könnt ihr es hier machen. Dann legt ihr noch ein Cover hinein – und schon könnt ihr es bestellen und euren Freunden unter den Weihnachtsbaum legen.
Wenn man dabei bedenkt, dass ihr an eurem eigenen Taschenbuch noch ein paar Euro Gewinn macht, dann ist nicht jeder Euro verschwendet, die ihr für den Kauf ausgebt.

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3 Kommentare zu „Der Stop Amazon

      1. Ich habe EWIG auf einen gehofft. Mich bei ALLEN relevanten Verlagen und Agenten beworben. Andere Autoren hatten mir geraten mich bei Agenten zu bewerben. Sie lesen immerhin dein Werk. Bei Verlagen bekommst du Standard-Absagen. Du muss man schon direkt jemanden kennen.
        Inzwischen bin ich mit meinem Dasein als Selfpublisher sehr zufrieden. Kann ich nur empfehlen.
        Ist allerdings auch echt viel Arbeit. Das sollte man nicht unterschätzen.

        Gefällt 1 Person

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